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Delitzsch Gerüchte um Delitzscher Stadtgärtnerei
Region Delitzsch Gerüchte um Delitzscher Stadtgärtnerei
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10:00 09.11.2018
Die alte Villa auf dem Gelände der Stadtgärtnerei ist inzwischen abgerissen, auf der Brache sollen bald Häuser stehen. Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

Um das neue und gerade zu erschließende Bauland auf dem Areal der alten Stadtgärtnerei in Delitzsch sind erneut Gerüchte entbrannt. Angeblich soll es bereits einen Termin vor Ort mit einer konkreten Firma gegeben haben und die Grundstücke sollen bauträgergebunden werden.

OBM widerspricht

Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) widerspricht dem. Es werde wie gehabt eine öffentliche Ausschreibung der Grundstücke geben, so wie man es seit Jahren und auch schon bei anderen Arealen wie dem in der Laueschen Straße praktiziert habe. Auch die Stadtverwaltung hat ein Interesse daran, dass der Verkauf dieser, wegen ihrer exponierten Lage am Park hochwertigen Baugrundstücke mit höchstmöglichem Gewinn erfolgt. Es sei natürlich auch bei der Stadtgärtnerei dann nicht ausgeschlossen, dass sich ein Bauträger bewerbe, so Wilde. Dass es in der Stadtverwaltung auch mal Termine mit Bauträgern gebe, sei nicht ungewöhnlich, und Gespräche wie mit vielen anderen auch mit ihnen üblich, Verträge damit aber nicht programmiert.

Gerüchte von Anfang an

Das Areal der alten Stadtgärtnerei sorgt seit der Idee, dort Grundstücke zu errichten, für Diskussionen. So wurde die wahrscheinliche Hochpreisigkeit der Grundstücke ebenso schon kritisiert wie der Verlust der historischen Bausubstanz. Der Plan steht: Am Rande des Stadtparks sollen ab 2019 zweigeschossige Häuser stehen. Die Nähe zum Kulturdenkmal Stadtpark ist bedacht: Der Bebauungsplan sieht vor, dass höchstens elf Häuser auf 1000 bis 1500 Quadratmeter großen Grundstücken im Chronist-Lehmann-Weg entstehen. Der Entwurf sieht eine „lockere, durchgrünte Bebauung“ vor. Der neue Wohnstandort soll ganz bewusst gehobenen Ansprüchen genügen, die exponierte Lage bestimmt höhere Preise.

Die alte Villa ist nun nur noch eine Erinnerung. (Archivbild) Quelle: Christine Jacob

Und die Vorbereitungen laufen: Die historische Gärtnervilla „Naujokat“ ist seit Kurzem abgerissen und damit die Baufreiheit zur Erschließung des neuen Baugebiets geschaffen. Das neue Gebiet soll bald eine Stichstraße erhalten, die Ausschreibung dafür soll noch in diesem Jahr erfolgen. Je nach Ausschreibungsergebnis folgt dann der Termin für die Ausschreibung zum Verkauf der Grundstücke. „Wenn wir mit Bauträgern bauen wollten, bräuchten wir als Stadt die Straße nicht bauen“, so der OBM weiter zu den Gerüchten zu angeblich bauträgergebundener Vermarktung.

Von Christine Jacob

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