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Delitzsch Gesundheitsamt lenkt Sicht auf Alkohol und Tabak
Region Delitzsch Gesundheitsamt lenkt Sicht auf Alkohol und Tabak
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06:00 20.03.2017
Conny Dietze vom Gesundheitsamt Nordsachsen und Tilo Ogrodowski vom Sozial- und Beschäftigungszentrum schulten die 15 Teilnehmer im Landratsamt. Quelle: Manuel Niemann
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Delitzsch

Jugendsozialarbeiter und -pädagogen, aber auch Lehrer und Betreuer können sich durch das Gesundheitsamt Nordsachsen in Sachen Jugendsuchtprävention schulen lassen. Für die Schulsozial-, aber auch mobile Jugendarbeit und die Jugendhäuser hält das Amt zwei Klar-Sicht-Koffer zum Ausleihen bereit. Nach dem Klar-Sicht-Mitmach-Parcours bestand eine solch rege Nachfrage, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) diese mobile Variante im Kofferformat entwickelte.

Gesundheitsamt bietet Schulungen

Für die Arbeit damit empfiehlt die BZgA eine Schulung, die in die Arbeitsweise mit dem Material einführt. Das Gesundheitsamt Nordsachsen bietet diese Schulungen in Kooperation mit dem Sozial- und Beschäftigungszentrum Delitzsch gGmbH (vormals Behindertenzentrum), dem Verein KAP Torgau und der Sächsischen Bildungsagentur an. „Unser Ziel ist es, dass diese Schulungen kontinuierlich durchgeführt und die Koffer angewendet werden“, sagt Conny Dietze, die für das Gesundheitsamt die Bereiche Gesundheitsförderung und Prävention koordiniert. Mit Tilo Ogrodowski, der beim Sozial- und Beschäftigungszentrum Fachkraft für Suchtprävention ist, veranstaltet sie die Schulungen.

Legale Drogen sind ein Problem

Oft seien illegale Substanzen wie Crystal Meth in der Aufmerksamkeit. Die seien zweifellos ein Problem, der Konsum legaler Suchtmittel wie Alkohol und Zigaretten aber auch. Den Rat der Suchtberatungsstellen des Landkreises, so Dietze, suchen noch immer über 50 Prozent der Klienten wegen ihres Alkoholkonsums. In Deutschland sterben jährlich zwischen 100 000 und 120 000 Menschen infolge ihres Tabakkonsums, zwischen 42 000 und 74 000 an des Folgen ihres Alkoholmissbrauchs.

Parcours bezieht Jugendliche ein

Auf fünf Stationen wird Jugendlichen zwischen 12 bis 17 Jahren einerseits Wissen vermittelt, andererseits ist der Parcours methodisch so angelegt, dass sie untereinander ins Gespräch kommen. Ihre Meinung ist gefragt, was dazu führt, dass sie auch über sich nachdenken. Die Jugendlichen einzubeziehen, ist nachhaltiger als die reine Faktenvermittlung.

Nächster Termin: 6. April, 13 bis 16.30 Uhr, in der Kulturbastion Torgau (Straße der Jugend 14 b). Anmeldungen oder Anfragen zur Ausleihe an: conny.dietze@lra-nordsachsen.de, Telefon 034202 9886333.

Von Manuel Niemann

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