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Delitzsch Gewässerpflege startet erst jetzt
Region Delitzsch Gewässerpflege startet erst jetzt
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09:04 29.08.2012
Im Zulaufgraben läuft das Oberflächenwasser aus dem Ort Beerendorf zum Schwemmteich. Quelle: Thomas Steingen
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Delitzsch/Beerendorf

Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos) klärt auf Anfrage auf: „Die Pflege und Unterhaltung darf aus naturschutzrechtlichen Gründen grundsätzlich nur in der vegetationsarmen Zeit, also von Ende August bis Ende März des Folgejahres geschehen." Zudem sei zu beachten, dass landwirtschaftliche Nutzflächen häufig bis zum Böschungsrand reichen, so dass grundsätzlich die Gewässerunterhaltung erst nach der Ernte möglich werde. In diesem Zuge wird auch das Grabensystem Schwemmteich von Bewuchs befreit werden, das aus zwei Zulaufgräben in Beerendorf, einem Abflussgraben und dem teils verrohrten Ziehgraben, der durchs Gewerbegebiet Ziehwerk führt, besteht.

Eigentlich war dieses Grabensystem in diesem Jahr auch für eine größere Pflegeaktion vorgesehen, denn es gehört zu jenen Gräben, die für eine nachholende Unterhaltung vorgesehen sind. Bei den Starkregenfällen 2010/2011 hatten rückstauendes Wasser aus dem Schwemmteich und der hohe Grundwasserstand zu Vernässungen und Schäden in der Ortslage Beerendorf geführt. Deshalb ist die nachholende Pflege dieses Systems vom Bergbausanierer LMBV in die Maßnahmen zur Gefahrenabwehr infolge des Grundwasserwiederanstieges eingeordnet worden.

Wie Bürgermeister Thorsten Schöne jetzt informierte, habe die Vorplanung und die Fließgewässervermessung aber ergeben, dass aufgrund der Gefällesituation eine nachholende Unterhaltung für den Abschnitt von der Ortslage Beerendorf (Zulaufgräben) bis zum Ende des Abflussgrabens an der Eilenburger Chaussee, nicht möglich sei. Der Eingriff sei so groß, dass er den Rahmen einer nachholenden Unterhaltung überschreite. Das Problem am Schwemmteich ist der Niveauunterschied zwischen Zulauf und Ablauf am Bahndamm. Letzterer liegt nämlich um 98 Zentimeter höher als der Zulauf. Das hat zur Folge, dass Wasser teils in die Zulaufgräben zurückstaut, wenn der Schwemmteich voll ist.

Allerdings sei bei Starkregen-Ereignissen gewährleistet, dass der Überlauf ab einer bestimmten Wasserhöhe im Teich am Bahndamm in den Ablaufgraben funktioniere, so dass sich der Rückstau für Beerendorf in Grenzen halte. Wie Schöne weiter erklärte, würde die Beseitigung der Niveauunterschiede am Schwemmteich ein gesondertes Planverfahren bedingen. Aus diesen Gründen erfolgt die nachholende Unterhaltung nur für den Ziehgraben, der an der Eilenburger Chaussee beginnt, verrohrt der Döbernitzer Straße folgt und durchs ehemalige Ziehwerkgelände verläuft.

Die Umsetzung soll im nächsten Jahr erfolgen. Insbesondere ist die Beseitigung des starken Gehölzbewuchses in den offenen Grabenabschnitten, die Reinigung der großen Durchlässe und der umfangreichen Verrohrungen im Bereich Döbernitzer Straße und ehemaliges Ziehwerkgelände vorgesehen. Nach derzeitigem Planungsstand werden die Kosten dafür etwa bei 86 000 Euro liegen.

Thomas Steingen

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