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Delitzsch Gift-Alarm an der B 2 in Krensitz
Region Delitzsch Gift-Alarm an der B 2 in Krensitz
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13:51 19.05.2015
Nur in schweren Schutzanzügen wird der Gefahrenbereich betreten. Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Am Abend zuvor hatte die Polizei das Gebäude bereits von Amts wegen versiegelt, um das Betreten des Hauses zu verhindern. "Die Sicherungsmaßnahme war notwendig, da Prüfergebnisse zuvor entnommener Proben das Vorhandensein von gefährlichen, gesundheitsschädlichen Stoffen in Teilbereichen des Gebäudes bestätigten", teilte Landkreis-Sprecher Rayk Bergner mit. Weitere Erkundungsmaßnahmen hinsichtlich des Gefährdungsverdachtes seien vom Landratsamt veranlasst worden, darüber hinaus gehende Maßnahmen in der Vorbereitung.

Doch nicht deswegen allein wurde der Alarm für die Feuerwehren Krostitz und Krensitz sowie den Gefahrenabwehrzug des Landkreises ausgelöst. Es war bei der Behörde eine Meldung eingegangen, wonach sich Personen unberechtigt im Gebäude aufhalten sollen. Und diese Leute wären einer ernsten Gefährdung ausgesetzt, zumal die Polizei feststellte, dass ein Holztor über einem Gleisanschluss, der zum Gelände mit dem betroffenen Objekt gehört, gewaltsam geöffnet wurde.

Einsatzleiter vor Ort war Mike Neumann von der Krostitzer Feuerwehr. Er forderte den Gefahrenabwehrzug mit etwa 24 Leuten und drei Fahrzeugen aus Delitzsch an. Die Vorbereitungen auf den Einsatz, zum Beispiel der Aufbau einer Dekontaminationsstrecke und das Anlegen von Chemikalienschutzanzügen, brauchte seine Zeit. Schließlich erkundeten die Kameraden das Gebäude. Ein unverschlossener, vielleicht ebenso aufgebrochener Zugang wurde dabei entdeckt, das gesamte Objekt dann vom Erd- bis ins Dachgeschoss abgesucht. "Personen haben wir nicht gefunden", berichtete Friedrich.

Bestätigt wurde indes seitens der Einsatzkräfte die Vermutung, dass im Gebäude Materialien lagern, die gefährliche Quecksilberdämpfe freisetzen. Doch es gibt Entwarnung: "Es besteht keine Gefahr für Leib und Leben der Bevölkerung, sofern das Gebäude nicht betreten wird", so Bergner. Dies sollte dringend vermieden werden, so der Behördensprecher weiter. Inzwischen sei auch die Staatsanwaltschaft Leipzig über den Sachverhalt informiert worden. Geklärt werden muss jetzt, ob die Materialien dort rechtens eingelagert sind.

Weil die Einsatzfahrzeuge die Fahrbahn der B 2 benötigten, wurde die Straße bis zum Mittag komplett gesperrt. Der Verkehr wurde umgeleitet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..
Von Ditmar Wohlgemuth

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