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Glanzleistung und Gänsehaut

Glanzleistung und Gänsehaut

Erst eine Glanzleistung, dann Gänsehautmomente: Concordia Delitzsch hat am Sonnabend einen 38:30 (16:17)-Sieg über den HSC 2000 Coburg gefeiert und blieb damit zum zwölften Mal in Folge ungeschlagen.

Delitzsch. Allerdings könnte die letzte Partie der Saison 2009/10 trotz des fünften Tabellenplatzes auch die vorerst letzte in der zweiten Handball-Bundesliga gewesen sein. Nach dem Schlusspfiff spielten sich Szenen ab, die sich wohl ins Gedächtnis eines jeden einbrennen: Concordia-Trainer Uwe Jungandreas standen Tränen in den Augen, als er von der Mannschaft und den Fans gleichermaßen gefeiert wurde. Von seinen Gefühlen überwältigt, lief er in den Kabinengang und brauchte ein paar Minuten für sich alleine. Kaum vorstellbar wie viel Zeit und Herzblut Jungandreas in den vergangenen 13 Jahren in das Projekt Concordia Delitzsch gesteckt hat. Seine Worte in der anschließenden Pressekonferenz sagten alles: „Ich möchte nicht, dass das heute der letzte Tag ist, an dem ich zu euch spreche. Es wäre jammerschade wenn diese Mannschaft keine Zukunft hätte."  

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Delitzsch. Erst eine Glanzleistung, dann Gänsehautmomente: Concordia Delitzsch hat am Sonnabend einen 38:30 (16:17)-Sieg über den HSC 2000 Coburg gefeiert und blieb damit zum zwölften Mal in Folge ungeschlagen. Allerdings könnte die letzte Partie der Saison 2009/10 trotz des fünften Tabellenplatzes auch die vorerst letzte in der zweiten Handball-Bundesliga gewesen sein.

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  Zahlreiche Plakate der Zuschauer, der Frauen und des Nachwuchses des Vereins zeugten davon, dass er mit seiner Meinung nicht alleine dasteht. Ein überdimensionales Bild der Mannschaft mit sämtlichen Unterschriften der Spieler wurde noch während der Partie für 1000 Euro versteigert. Ausdruck der Hoffnung und Verzweiflung zugleich. In den Lizenzwirren dieser Tage ging der sportliche Teil beinahe unter. Dabei glänzten die Concorden einmal mehr auf dem Parkett - zumindest eine Halbzeit lang. Denn im ersten Abschnitt lief längst nicht alles rund, trotz eines Drei-Tore-Rückstandes in der 25. Minute blieben die mit nur zehn Feldspielern angetretenen Gäste hartnäckig und lagen zur Pause vorn. „Reine Kopfsache", sagte Delitzschs Kapitän Thomas Oehlrich anschließend über die Probleme des Teams ins Spiel zu kommen. Und so dauerte es bis zur Mitte des zweiten Durchgangs, ehe die Gegenwehr der Coburger gebrochen war und die Hausherren ins Laufen kamen. Angetrieben von einem sich steigernden Gabor Pulay im Kasten der zwei Siebenmeter entschärfte und der plötzlich wie entfesselt treffenden Abteilung Attacke. „Dass zeichnet die Mannschaft aus, sie lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und gewinnt auch solche Spiele", sagte Jungandreas. Bei den Gästen schwanden jetzt die Kräfte. Am Ende gingen sie im Sturmlauf der Delitzscher unter. „Ich habe in der zweiten Halbzeit fast nur noch die Hüllen meiner Jungs auf dem Feld gesehen, sie waren einfach komplett am Ende", so Coburgs Trainer Raimo Wilde. Concordia-Rechtsaußen René Boese merkte an: „Wir hatten es uns gegen den Vorletzten vielleicht etwas zu einfach vorgestellt, aber plötzlich lief es dann wie in den vergangenen Wochen." Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass das einzig historische an dieser Begegnung bleibt, dass Delitzsch nun ein Dutzend Spiele hintereinander ungeschlagen ist und diese Serie in der kommenden Zweitliga-Saison fortgesetzt werden kann. Delitzsch: Pulay, Bliß, Müller 1, Akatsuka 1/1, Streitenberger 6/2, Hummel 5, Baumgärtel 7, Oehlrich 6, Warmuth 2, Boese 7, Jacob, Riehn 3/1, Pietzsch, Telehuz, Donath. Uwe Jungandreas: „Coburg hat in der ersten Halbzeit taktisch ordentlich gespielt, dann hat die Mannschaft ihre Charakterstärke und ihr Kämpferherz ein weiteres Mal bewiesen und dass in einer solche Situation. So eine tolle Mannschaft hatten wir seit dem Aufstieg in die erste Liga nicht mehr." Raimo Wilde, Trainer Coburg: „Delitzsch hat eine tolle zweite Halbzeit abgeliefert. Bei meinen Jungs hat man dann gesehen, dass sie auf dem Zahnfleisch kriechen. Es war mir aber klar, dass Concordia auch im letzten Spiel noch einmal alles gibt."

Johannes David

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