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Delitzsch Glocken rufen Reime-Sänger und 360 Gäste
Region Delitzsch Glocken rufen Reime-Sänger und 360 Gäste
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15:01 19.05.2015
Sylvia Alltag hat Heiligabend traditionell ehemalige und derzeitige Sänger ihres Reime-Chores vom Delitzscher Gymnasium in der Schenkenberger Kirche vereint. Quelle: manfred luettich

Nicht nur der Glaube füllt die Kirche spätabends mit etwa 360 Leuten, sondern auch der schon zur Tradition gewordene Auftritt des Oskar-Reime-Chor unter Leitung von Sylvia Alltag, Musiklehrerin und Chorleiterin am Delitzscher Gymnasium.

Das 75-minütige Programm mit Zitaten aus der Bibel und kirchlichen Liedern, das Hören der Weihnachtsbotschaft und die Predigt von Pfarrer Matthias Taatz geben dem Abend eine besinnliche Note. 61 Sänger im Alter von 13 bis Mitte 30 haben sich zu diesem Auftritt eingefunden. Es singen nicht nur Chormitglieder des jetzigen Schulensembles, sondern auch Ehemalige. Die am weitesten Angereisten kommen aus Oslo, München aber auch Stuttgart. Traditionell trafen sie sich bereits am 23. Dezember in der Pfarrscheune zur Generalprobe und studierten Lieder wie "Tochter Zion", "Es ist ein Ros entsprungen", oder "Kommet, ihr Hirten" ein, weitere Gesangsübungen, so hieß es unter Insidern, gab es anschließend in der Altstadtkneipe Nr. 2.

Das Treffen von Freunden und die Erinnerung an die Schulzeit wecken, aber auch die Heimat, die Eltern und die Verwandten besuchen, lassen die teilweise auch weite Anreise zu dieser Heiligen Nacht nicht zum Hindernis werden.

In seiner Predigt erinnert Pfarrer Matthias Taatz an die Umstände und die Geburt von Jesus Christus in einem Stall. Weiterhin wurde auch derjenigen gedacht, die an diesen Abend nicht bei ihren Familien sein können, wie zum Beispiel die deutschen Soldaten im UNO-Einsatz im Ausland, den Diensthabenden bei Feuerwehr, Polizei, den Ärzten und Schwestern im Krankenhaus und vielen anderen mehr. Vor den Fürbitten, dem Vaterunser und dem Segen vom Pfarrer singt der Chor dann das Weihnachtslied "O du fröhliche Weihnachtszeit". Mit der Jugendtaufe des 13-jährigen Klitschmarers Jacob Hofmann nach dem bekanntem Weihnachtslied wird das Finale des Gottesdienstes eingeleitet.

Nach dem Taufakt mit angewärmten Wasser bekommt Jacob Hofmann aus den Händen des Pfarrers die Taufurkunde mit -spruch aus der Bibel und seine persönliche Taufkerze überreicht. Mit den Chorgesang "Christmas is coming soon" und Stille Nacht, nimmt der besinnliche Abend in der gut beheizten Kirche sein Ende. Matthias Taatz eilt zu seinem in dieser Heiligen Nacht achten Termin, zum Mitternachtsgottesdienst nach Lissa. Nicht ohne aber auf die Kollekte hinzuweisen, die am Ende des Gottesdienstes gesammelt wird. "Das Brot für die Welt" geht zum Beispiel in Ernährungsprogramme in Afrika, sagt der Pfarrer und wirbt: "Damit überall auf unserer Erde Eltern für ihre Kinder Hoffnung haben. Damit jede Geburt ein Grund zur Freude ist." Manfred Lüttich

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.12.2013
Manfred Lüttich

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