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Delitzsch Großbrand bei den Kreiswerken Delitzsch – Warnung aufgehoben
Region Delitzsch Großbrand bei den Kreiswerken Delitzsch – Warnung aufgehoben
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00:42 31.07.2018
Großfeuer bei den Kreiswerken in Delitzsch: Kunststoffballen brannten auf einer 200 Quadratmeter großen Fläche. Ortsansässige Feuerwehren waren im Einsatz. Quelle: Fotos: Wolfgang Sens
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Delitzsch

Alarm in Delitzsch: Bei den Kreiswerken im Gewerbegebiet Südwest ist am Montagmorgen ein Großbrand ausgebrochen. Auf einer rund 200 Quadratmeter großen Fläche des Recyclingbetriebs in der Rudolf-Diesel-Straße gingen nach Polizeiangaben Kunststoffballen mit gepressten Plasteabfällen aus noch unbekannter Ursache in Flammen auf. Mindestens ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten verletzt.

Riesige Rauchsäule

Eine riesige schwarze Rauchsäule stieg gegen 9.15 Uhr über dem Areal auf und war bis Eilenburg und nach Leipzig zu sehen. Die Polizei bat Anwohner, Fenster und Türen zu schließen, da nicht abschließend geklärt werden konnte, ob die Rauchwolke giftige Stoffe beinhaltet oder nicht. Die Rauchwolke bewegte sich am Vormittag in Richtung Messestadt. Im Norden Leipzigs sollten daher auch Lüftungsanlagen abgeschaltet werden, empfahl die Stadtverwaltung via Twitter. Inzwischen wurde die Warnung aufgehoben, da sich die Lage stabilisiert habe.

Am Morgen des 30. Juli 2018 ist es bei den Kreiswerken in Delitzsch zu einem Großbrand gekommen. Dutzende Feuerwehren waren im Einsatz.

Wegen des Großbrandes rückten mehrere Feuerwehren Richtung Gewerbegebiet Südwest aus. Die Feuerwehrleute konnten verhindern, dass das Feuer auf eine angrenzende Fabrikhalle übergreift. Sie brachten den Brand mit Löschangriff und Auseinanderziehen der Ballen allmählich unter Kontrolle. Zwischenzeitlich hatten die meterhohen Flammen auch ein angrenzendes sehr trockenes Ödland erfasst.

Am Mittag war das Feuer weitgehend unter Kontrolle, so die Feuerwehr. Eine besondere Herausforderung war das Aufbauen der Löschwasserversorgung, da direkt auf dem Areal keine geeigneten Hydranten für diesen Bedarf zu finden waren. Die Schlauchleitungen mussten über lange Wegstrecken verlegt werden. Dutzende Feuerwehren waren im Einsatz, um den Brand zu löschen. Die Leipziger Feuerwehr unterstützte die Rettungskräfte vor Ort unter anderem mit einem Infrarot-Fernerkundungssystem, um gefährliche Schadstoffe aufzuspüren und die Bevölkerung rechtzeitig warnen zu können. Auch die Feuerwehr des Flughafens Leipzig/Halle rückte nach Delitzsch aus.

Ursache noch unklar

Wie es zu dem Feuer gekommen ist, ist noch nicht geklärt, die Polizei hat dazu Ermittlungen aufgenommen. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt, als eine Scheibe zersprang, alle Kreiswerke-Arbeiter sollen nach ersten Angaben mit dem Schrecken davon gekommen sein. Die Hitze machte sämtlichen Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei neben dem Einsatzgeschehen zusätzlich besonders zu schaffen.

Gegen 11.30 Uhr rückte die Schnelleinsatzgruppe des DRK zu der Einsatzstelle aus, um die vielen Feuerwehrangehörigen direkt vor Ort mit Getränken und Nahrung zu versorgen und um Schattenplätze in Zelten zu schaffen, in denen sich die Ehrenamtlichen wenigstens kurz erholen konnten.

Schon einmal Großbrand

Es ist nicht der erste Brand bei den Kreiswerken. Im Frühjahr 2010 hatte es bereits einen verheerenden Großbrand gegeben. Vier Tage lang hatten im April 2010 die Feuerwehren zu tun, um die Flammen im Gewerbegebiet Südwest zu löschen. Die Lagerhalle der Abfallsortieranlage brannte lichterloh – rund 200 Kameraden aus 20 Wehren der Region waren im Einsatz, mit Technik und Material.

Von Christine Jacob

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