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Großbrand in den Kreiswerken Delitzsch: Heute kommen Ermittler und Kriminalisten

Großbrand in den Kreiswerken Delitzsch: Heute kommen Ermittler und Kriminalisten

 Delitzsch. Der Großbrand bei den Kreiswerken ist endgültig gelöscht. Am Sonnabend beseitigten die Feuerwehrleute die letzten vier Glutnester auf dem Firmengelände im Gewerbegebiet Südwest.

„Der Regen hat nicht geschadet“, sagte Kreiswerkechef Heinz Böhmer gestern vor den Trümmern der Lagerhalle. Nieselregen begleitete den Vor-Ort-Termin. Böhmer: „Wir wissen inzwischen, dass die Halle so stark in Mitleidenschaft gezogen ist, dass sie nicht mehr saniert oder gerettet werden kann.“ Die Anliefer- und die Produktionshalle haben das Unglück unversehrt überstanden.

Ein Sicherheitsdienst bewacht das Firmengelände, achtet darauf, dass es niemand betritt. Die Halle ist einsturzgefährdet. „Hier ist ganz schön was los. Viele Leute kommen her. Heute Nacht gegen 1.30 Uhr ist sogar jemand hier angerückt und hat gegafft“, erzählte ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma gestern Vormittag.

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Delitzsch/Leipzig. Die Kreiswerke Delitzsch (Kreis Nordsachsen) haben in ihren Anfang April in Brand geratenen Depots weniger Müll unerlaubt gelagert als bisher angenommen. Nach neuen Sichtungen und Anhörungen stehe fest, „dass die zulässige Gesamtmenge lediglich um 93 Tonnen überschritten wurde“, sagte ein Sprecher der Landesdirektion Leipzig.

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Ab heute betreten Gutachter, Ermittler und Kriminalisten den Unglücksort. Böhmer wollte keine Zahlen und Angaben in den Raum werfen, die nicht fundiert sind. „Ich kann nur so viel sagen: Wir haben im Jahr 2000 ungefähr anderthalb Millionen Mark in diesen Trakt investiert, der jetzt total zerstört ist.“ Rund um die Halle ist inzwischen geordnetes Chaos erkennbar. Ein Bagger hat die ersten Ballen mehrfach umgesetzt, um eventuelle Brandnester zum Vorschein zu bringen. Das Material könne zum größten Teil weiterverwendet werden. Es handelt sich dabei um das sogenannte Input-Material, also um die heizwertreichen Fraktionen, aus denen in der Anlage der Ersatzbrennstoff Carboligth hergestellt wird (wir berichteten). Die Produktion ruht auf unbestimmte Zeit. „Das Silo der Entstaubungsanlage ist bei dem Brand in Mitleidenschaft gezogen worden. Wir können so lange nicht produzieren, bis das behoben ist“, so der Geschäftsführer. Die Kreiswerke beliefern Firmen und Unternehmen in fünf Bundesländern. Momentan sei es kein Problem die Verträge einzuhalten, denn die KWD hätten genügend Material gebunkert, zudem produziere das zweite Werk in Bernburg. Die ersten Firmen waren bereits in Delitzsch und erarbeiten Kostenvoranschläge für eine neue Halle.

Frank Pfütze

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