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Delitzsch Große Szene kontra keine Szene
Region Delitzsch Große Szene kontra keine Szene
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14:19 19.05.2015
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Kreisgebiet

Bis zu 200 Personen rechnen sie der rechtsextremistischen Szene zu. Eine aktive linksextremistische Szene dagegen gibt es laut dem Bericht in Nordsachsen nicht.

Linksextremistische Aktivitäten würden, wenn überhaupt, aufgrund der örtlichen Nähe aus der Leipziger Szene kommen beziehungsweise in die hiesige Region ausstrahlen. Während das Landesamt für Verfassungsschutz für ganz Sachsen von einer Zahl von 750 Linksextremen ausgeht, sind es auf der anderen Seite 2500 Rechtsextreme. 150 bis 200 allein in Nordsachsen. Die noch gute Nachricht dabei: Die Zahl im kürzlich veröffentlichten 2013er-Bericht hat sich im Vergleich zu 2012 nicht verändert. Grundsätzlich werten die Experten Delitzsch, Eilenburg, Torgau und Schkeuditz nach wie vor als Schwerpunktregionen.

Die Szene in der Region Delitzsch/Eilenburg sei aktiv und gewaltbereit, die auch noch personelle Überschneidungen zu den "Jungen Nationaldemokraten" (JN) Nordsachsen aufweise - der Leiter des JN-Stützpunkts Nordsachsen und Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen der JN ist Paul Rzehaczek, der wiederum für die NPD im Stadtrat Eilenburg sitzt. In Delitzsch ist die NPD bekanntlich mit Maik Scheffler, zudem in der Führungsspitze der sächsischen NPD, vertreten. Während nach Einschätzung der Experten der NPD-Kreisverband im Landkreis nur "mäßig aktiv" sei, seien die Verbindungen zu den "Freien Kräften" und der JN-Struktur aber eng. Dementsprechend häufig würden, so der Bericht, auch gemeinsame Aktivitäten durchgeführt. So nahmen an einer Demo im April 2013 in Torgau auch die "Freien Kräfte Delitzsch Eilenburg" teil. Auch bei den rechten Konzerten gilt der Landkreis als Schwerpunktregion.

Der ehemalige Gasthof Staupitz im Torgauer Ortsteil Staupitz hat sich laut der Verfassungsschützer zum "bedeutendsten Konzertobjekt in Sachsen" entwickelt. Allein zehn der im Jahr 2013 durchgeführten Konzerte im Freistaat hätten in dem Szene-Objekt in Staupitz stattgefunden. Die Konzerte zählten durchschnittliche rund 210 Besucher. Bei den Veranstaltern handelt es sich laut dem Bericht in der Regel um langjährige Szene-Aktivisten, die auftretenden Bands sind meist überregional bekannt.

Erstmals aufgefallen ist den Verfassungsschützern im vergangenen Jahr eine Gruppierung mit der Bezeichnung "Freie Kräfte Dübener Land", die unter anderem an einer Demo teilnahm. Regelmäßig straftrechtlich in Erscheinung tritt zudem eine lose Gruppe von Jugendlichen in Eilenburg, die unter anderem an rechtsextremistischen Konzerten teilnahm und unter anderem unter Alkoholeinfluss spontane Straftaten begehen würden, so die Verfassungsschützer. Insgesamt 88 rechtsextremistische Straftaten habe es im vergangenen Jahr im Landkreis Nordsachsen gegeben, sechs waren Gewalttaten. Im Jahr 2012 waren es 97 Straftaten, sieben davon Gewalttaten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.05.2014
Christina Jacob

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