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Delitzsch Großeinsatz im Ex-Tagebau Südwest
Region Delitzsch Großeinsatz im Ex-Tagebau Südwest
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16:11 19.05.2015
Ein mit Infrarot- und Wärmebildkameras ausgerüsteter Polizeihubschrauber hebt in der Grubenstraße ab. Aus der Luft unterstützt er die Suche nach der vermissten Frau. Quelle: Thomas Steingen

Gegen 11 Uhr kommt Entwarnung. Die gesuchte Person befindet sich längst im St. Georg Klinikum Leipzig.

Da staunten Wanderer und Radfahrer gestern Vormittag nicht schlecht, als vor ihnen in der Grubenstraße ein Polizeihubschrauber landete. "Was ist denn hier los? Ist das eine Übung?", so eine Frau verdutzt. Bürgerpolizist Frank Westphal konnte sie beruhigen. "Eine Frau aus dem Seniorenheim am Delitzscher Pfortenplatz wird vermisst." Gleichzeitig bat er die Wanderer, Augen und Ohren offenzuhalten und notfalls Bescheid zu geben, wenn ihnen etwas am Wegesrand auffallen sollte. Zu dieser Zeit lief die Suche nach der Frau schon auf Hochtouren.

Laut Polizeiangaben war die demenzkranke Rentnerin am Dienstagnachmittag zur Kaffeezeit das letzte Mal im Seniorenheim gesehen worden. Nach der internen, ergebnislosen Suche im Heim wurde die Frau, die noch gut zu Fuß sein soll, am Abend im Delitzscher Polizeirevier als vermisst gemeldet. Zu den näheren Umständen des Verschwindens machte das Heim auf Anfrage der LVZ mit Verweis auf die Polizei keine Angaben. Heimbewohner könnten sich in der Senioreneinrichtung, so lange sie nicht an Bett oder Rollstuhl gefesselt sind, frei bewegen und auch das Haus zu Spaziergängen verlassen, erklärte ein Polizist.

Das Delitzscher Revier leitete am Abend erste Suchmaßnahmen ein. Unter anderem wurde ein Fährtenhund hinzugezogen. Dieser nahm dann auch Witterung auf und führte die Beamten ins ehemalige Tagebaugebiet Delitzsch-Südwest. In der Grubenstraße an den Findlingen nahe der Wandertafel endete die Spur. Weil die vermisste Frau aus Freiroda stammt, vermutete die Polizei, dass sich die alte Dame dorthin auf den Weg gemacht haben könnte. Deshalb richtete sich die Suche auch in diese Richtung. Gestern morgen suchten Polizisten die Wege zum und am Werbeliner See ab. Weil dies erfolglos blieb, wurden weitere Kräfte hinzugezogen. Neben rund 30 Beamten der Bereitschaftspolizei aus Leipzig kam mit einem Hubschrauber Hilfe aus der Luft. Während die Polizisten das unwegsame Gelände nördlich des Sees durchkämmten, flog der Hubschrauber, der mit vier verschiedenen Suchkameras ausgestattet ist, das Tagebaugelände weiträumig ab.

Gegen 11 Uhr erreichte den Einsatzleiter dann die Information: Die gesuchte Frau liegt in einer Leipziger Klinik. Wie die Polizeidirektion Leipzig gestern Nachmittag auf Nachfrage der LVZ mitteilte, sei die Frau bereits am Dienstag gegen 23 Uhr bei Wolteritz aufgetaucht und wegen ihres verwirrten Zustandes in die Klinik gekommen. Diese Information habe die Polizei aber auch erst während der gestrigen Suchaktion erhalten. Die näheren Umstände der Info-Kette waren gestern bis Redaktionsschluss noch unklar. Das werde derzeit ermittelt, erklärte eine Sprecherin der Polizeidirektion gegenüber der LVZ.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.08.2013

Steingen, Thomas

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