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Delitzsch Grün vor Neugier
Region Delitzsch Grün vor Neugier
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17:28 16.06.2013
In der alten Stadtgärtnerei, wo die Regionale Initiative Delitzsch Tafel- und Bauerngarten bewirtschaftet, halten sich die Gartentagbesucher gerne auf. Hier kamen allein mehr als 300 Neugierige in den Garten. Quelle: Alexander Prautzsch

Der Tag der offenen Gartentür lockte zum Blick in grüne Oasen unterschiedlichster Art, darunter war auch der Abstecher in einen Reibitzer Garten. An die Gemeinde Löbnitz wurde in jedem Garten mit einer Spendensammlung zugunsten der Flutopfer gedacht.

Zwölf Gärten öffneten gestern Nachmittag von 13 bis 17 Uhr ihre Türen und gewährten Einblicke. Zwölf Einblicke, die es sonst so nicht gibt. Schließlich bleibt in Delitzsch wie so oft im Leben vieles sonst hinter Mauern, Zäunen oder mindestens Hecken verborgen, vieles im stillen Kämmerlein und für sich. Gestern dagegen konnte man endlich mal offen und ehrlich grün vor Neugier werden, die Offenheit und Zeigefreudigkeit der anderen genießen.

Delitzsch. Der Tag der offenen Gartentür hat am Sonntag in Delitzsch wieder zahlreiche Neugierige zum Blick hinter Mauern, Zäune und Ecken gelockt. Mit einer Spendensammlung in jedem der zwölf Gärten wurde auch an die Flutopfer gedacht.

Zum dritten Mal ging das Erfolgsmodell offene Gartentür über die Bühne. Mal war es der Einblick in ein riesiges privates Parkidyll von 3000 Quadtratmetern am Delitzscher Stadtpark, mal der 4000 Quadratmeter große Garten in Reibitz. Mal war es die kleine fast italienisch anmutende Oase im Hinterhof der Eilenburger Straße. Mal war es der Ausblick, den der Zwingergarten an der Südseite der Altstadt bot - den bekommt man sonst nur von der anderen Seite des Wallgrabens aus zu sehen, betreten und den Perspektivwechsel genießen kann man nur zu Gelegenheiten wie der gestrigen.

Genau diese Momente schätzt auch Jürgen Morawietz an der seit 2011 durchgeführten Aktion. "Seit es ihn gibt, sind wir immer gern zum Gartentag gegangen", schilderte der Delitzscher, "es ist wirklich interessant, so viele Eindrücke zu sammeln." Zum Sammeln dieser Eindrücke gingen der Rentner und seine Begleiter gezielt vor, hatten eine Route geplant. So ging es im Delitzscher Osten bei Sabine Toepke los, die das Gärtnern im Quadrat zeigte. "Es lässt sich gut an, die Leute kommen gerne und schauen", befand die Gartenbesitzerin. Einige Straßen weiter in der Gartensparte Ost war für Horst Zikarsky gestern fast schon nur ein Tag der offenen Gartentür von vielen. "Die Leute sind so schön neugierig, die ersten kamen schon vergangene Woche oder gestern, um mal zu schauen."

"Auch uns treibt natürlich die Neugier", gab Jürgen Morawietz zu, "es ist doch interessant, etwas Neues zu entdecken." Zahlreiche Gartenbesitzer boten dazu ja noch kleine Lehrstunden, klärten zum Beispiel über den richtigen Teichbau oder die erfolgreichsten Anbaumethoden auf, angenommen wurde es gerne und oft.

Zufrieden war so am Ende auch Koordinatorin Nadine Fuchs: "Der Tag wurde wieder sehr gut angenommen", sagte sie gestern Abend. Das Ergebnis der Spendensammlung für Löbnitz wird demnächst bekannt gegeben, die Gelder werden zu 100 Prozent an die vom Hochwasser geschädigte Gemeinde weitergereicht. Allein in Reibitz kamen schon 500 Euro zusammen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.06.2013

Christine Jacob

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