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Grundschule Löbnitz muss dringend saniert werden

Maroder Zustand Grundschule Löbnitz muss dringend saniert werden

Gute zehn Jahre hatte die Grundschule Löbnitz Beobachtungsstatus.Weil die erforderlichen Kinderzahlen fehlten, war der Erhalt nicht sicher. Jetzt machen Lehrerinnen und Eltern auf den Zustand des Gebäudes aufmerksam, fordern die Sanierung des Hauses voranzutreiben.

Der neuen Kunstrasenplatz an der Grundschule Löbnitz ist fast fertig.

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Löbnitz. Während der neue Kunstrasenplatz auf dem Gelände der Löbnitzer Grundschule seiner Vollendung entgegen geht und schon jetzt ein Hingucker ist, zeigt das Gebäude der Grundschule deutliche, unübersehbare Zeichen der Zeit. Darauf wollten jetzt Eltern der Grundschüler und das Lehrerkollegium gleichermaßen hinweisen. Sie luden den Gemeinderat zu einem Rundgang durch das Gebäude ein. Schulleiterin Kathrin Nagel übernahm die Führung.

Sanierungsstau abbauen

„Es besteht dringender Handlungsbedarf. Es muss bald etwas gemacht werden“, sagte sie und sprach zudem von einem Sanierungsstau, der zielgerichtet abgebaut werden müsse. Nicht unerwähnt ließ sie, dass das Haus, in dem derzeit 70 Kinder unterrichtet werden, neue Fenster bekam, auch die Klassenräume erst kürzlich mit neuer Beleuchtung ausgestattet wurden. Vor allem die Beleuchtung sei im Interesse der Sicherheit der Kinder dringend erforderlich gewesen.

Gemeinde investiert in neue Lampen

Wie Bürgermeister Axel Wohlschläger (CDU) bestätigte, hatte die Schule das Wechsel der Lampen für zwei Klassenräume beantragt. „Gemacht haben wir dann am Ende aber alle vier Klassenräume und etwa 10 000 Euro investiert“, erklärte er. Leicht gefallen sei das der Gemeinde nicht, doch sie habe die Notwendigkeit eingesehen. „Und das in einer haushaltslosen Zeit“, ergänzte Wohlschläger. Üblicherweise stehen der Verwaltung dann noch keine Mittel für Investitionen zur Verfügung. Dafür müsse der Haushalt erst beschlossen werden. Das ist jetzt erst passiert.

Sicherheit im Foyer herstellen

Kathrin Nagel zeigte den Abgeordneten auch das Foyer der Schule. Dort, wo einst der Haupteingang war, dann aber 2014 die Außentreppe abgerissen wurde. „Das Foyer ist jetzt Ausstellungsraum. Die Türen und Fenster sind aber noch nicht so sicher, wie wir es uns wünschen“, erklärte die Schulleiterin. Große Pflanzen stehen im ehemaligen Eingangsbereich und halten die Kinder nur scheinbar davon ab, in diesen Teil des Raumes zu gehen.

Im Treppenflur müssen im vergangenen Jahr die Eltern der Grundschüler selbst Hand angelegt haben. „In Eigeninitiative wurde das Treppengeländer gestrichen“, berichtete eine Lehrerin.

Regen kommt durch die Fassade

In einem Klassenraum angekommen, fallen zwar sofort die neuen LED-Lampen auf, aber auch der arg ramponierte Fußbodenbelag. Kathrin Nagel verwies auch auf die undichte Fassade. Zwar seien die neuen Fenster dicht, doch von außen dringt dennoch Regenwasser ein. Da die Fensterbretter auch als Ablagefläche für Schülerarbeiten verwendet werden, müsse sich auch dort bald etwas tun.

Bürgermeister Wohlschläger verwies erneut in der zumeist sachlichen Debatte darauf, dass die Schule gute zehn Jahre den Beobachtungsstatuts inne hatte, eigentlich keine Investitionen möglich gewesen seinen, weil auch keine Fördermittel flossen. „Getan haben wir es trotzdem“, betonte er und verwies auf die neuen Fenster, auch auf den neuen Belag in der Sporthalle.

Dachsanierung wird angeschoben

Mit dem Invest-Programm „Brücken in die Zukunft“ soll das Dach der Schule saniert werden, auf einen Rückbau eines Geschosses werde aber aus Kostengründen verzichtet „Der Erhalt der Schule ist uns wichtig“, sagte Gemeinderat Detlef Hoffmann (CDU). Natürlich müsse jetzt einiges nachgeholt werden, aber wie schnell das geht, könne der Gemeinderat nicht versprechen. „Was machbar ist, werden wir tun. Wir wollen alle, leider können wir nicht immer so, wie wir wollen.“ Er sprach auch von dem guten Ruf der Schule, von einem Aushängeschild für die Gemeinde. „Wir haben stets ein offenes Ohr, wenn es um die Schule, aber auch um die Kindertagesstätte geht.“

Von Ditmar Wohlgemuth

Löbnitz. 51.5907385 12.4633052
Löbnitz.
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