Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Güllebecken wird Laichgewässer
Region Delitzsch Güllebecken wird Laichgewässer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:35 19.05.2015
Das ehemalige IRIMA-Güllebecken in Schenkenberg. Teils ist es bereits verfüllt, teils steht noch Wasser darin. Quelle: Alexander Bley

Einwohner des Delitzscher Ortsteils verfolgen die Arbeiten mit viel Interesse.

So schreibt ein Leser an die LVZ: "Mich würde interessieren, ob die Verfüllung mit Erdmassen und Bauschutt gesetzlich legitimiert ist, ob hierfür eine amtliche Genehmigung vorliegt und warum die Anlage nicht ordnungsgemäß zurückgebaut und renaturiert wird?"

Eigentümer der Immobilie ist die Mitteldeutsche Grundbesitz Holding GmbH (MGH) mit Sitz in der Benndorfer Landstraße 2. Sie hat das Güllebecken mit zwei weiteren in Laue und Zaasch mit dem Kauf des IRIMA-Geländes, das jetzt als Solarpark genutzt wird, erworben. Bedenken, dass das Verfüllen aus umweltrelevanter Sicht unrechtens sei, widerspricht Andreas Freitag, der MGH-Verantwortliche vor Ort. "Wir schaffen dort einen naturschutzrechtlichen Ausgleich, der bei Eingriffen in die Natur notwendig wird." Und das sozusagen vorab. Weil das Unternehmen bisher noch keine Eingriffe vorgenommen habe, hat es sich die Maßnahme für spätere Ereignisse registrieren lassen.

Laut Andreas Freitag wird das zirka 90 Meter lange und 20 Meter breite Becken mit unbedenklichem, steinhaltigen Erdaushub, der nicht schadstoffbelastet ist, verfüllt. Es sei vor allem, wasserundurchlässiger lehmhaltiger Boden. "Obenauf wird eine Mulde profiliert, die als ein Laichgewässer für Kröten, Molche und andere Tiere gestaltet wird." Weil das Becken nicht als schadstoffbelastet eingestuft sei, sei auch kein Rückbau erforderlich, so Freitag.

Die Metallteile will MGH noch demontieren lassen und dem Wertstoffkreislauf zurückführen. "Dazu muss das Becken wegen seiner Tiefe aber erst bis zu einem gewissen Maße verfüllt sein." Auch das noch im Becken stehende Wasser sei unbedenklich. Wie Andreas Freitag weiter mitteilte, seien alle Arbeiten mit der Stadt Delitzsch und der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt worden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.10.2013

Steingen, Thomas

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Delitzsch hat einen neuen Partner in Energiefragen: Die Stadt Schowkwa in der Westukraine. Im Rahmen der Woche der Energieeffizienz haben beide Kommunen am Donnerstag eine Energie-Partnerschaft vertraglich besiegelt.

19.05.2015

An der Grundschule Am Rosenweg wird die Rückkehr in die Normalität vorbereitet. Seit April sind mehr als die Hälfte der rund 300 Schüler in ein Interim ausgelagert, weil der Plattenbau im Delitzscher Norden umfassend saniert wird.

19.05.2015

Am Sonnabend 9.30 Uhr, in Badrina: Die Sirenen tönten, bei den Feuerwehrleuten sprang der Pieper an. Rauchentwicklung bei der Firma Schräder. So verlautete es aus der Delitzscher Rettungsleitstelle.

01.10.2013
Anzeige