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Delitzsch Günther Jauch schenkt bei Weinmesse in Delitzsch ein
Region Delitzsch Günther Jauch schenkt bei Weinmesse in Delitzsch ein
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09:22 20.06.2016
 Eric Ebel aus Delitzsch lässt von seinem Vater Michael ein Erinnerungsfoto mit Günter Jauch machen.   Quelle: Wolfgang Sens
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Delitzsch

 Hoch die Gläser, schauen, die Farbe bewundern. Riechen. Und dann den Wein vorsichtig durchs Gebiss ziehen, schlürfen. Weinmesse bei ebrosia. 42 Weingüter vor allem aus Deutschland, aber auch Frankreich und Spanien lassen die Korken aus ihren Flaschenziehen oder einfach den Schraubverschluss aufdrehen.

Das Zuhause des Delitzscher Versandhändlers auf dem Gewerbegebiet Südwest gleicht am Samstag einem Ameisenhaufen. Geschäftsführer Rüdiger Kleinke und sein Team freuen sich über mehr als 1000 Besucher, die auch gekommen sind, um ein ganz besonderes Weingut kennenzulernen, das Von Othegraven, seit 1805 in Familienbesitz. Günther Jauch führt diese Tradition seit 2010 in 7. Generation fort. Er präsentiert seine Weine und zieht das Publikum scharenweise an. Werbung in eigener Sache, von 10 bis 18 Uhr. Jauch muss viel erzählen, signieren, sich fotografieren lassen. Sechs Rieslingweine von 8,60 bis 27,50 Euro (Kanzemer Altenberg Großes Gewächs) stehen in den Kühlern. Der Altenberg ist das Herzstück des Weingutes, gehört zu den steilsten und mit 250 Metern Länge zu den längsten Steillagen der Welt.

„Ganz schön teuer, stellt ein Besucher fest. Jauch kontert: „Das Leben ist schön, aber teuer“, das hat mein Opa immer gesagt, „man kann es auch billiger haben, aber dann ist es nicht mehr so schön“. Manfred und Inge Lahne (beide 73) sind aus Bernburg gekommen, wegen Jauch und weil sie Weinliebhaber sind. Sie loben den teuren Tropfen: „Ein Hochgenuss, wunderbar, ein großartiger Wein. Herr Jauch ist ein Erlebnis, er hat viel zu erzählen über sein Weingut.“

Über 1000 Leute besuchten am Wochenende die Weinmesse von ebrosia in Delitzsch. Mit dabei: Winzer und TV-Moderator Günther Jauch.

Jauch verrät, das er gerne den Wein der Konkurrenz trinkt, um sich zu orientieren. Der perfekte Wein sei immer der, der in dem Moment, in dem man ihn trinkt, schmeckt. Das kann wenige Tage später schon ganz anders sein. „Verliebt im Urlaub am Hafen, Sonnenuntergang und dazu ein schöner Wein, perfekt. Der gleiche Wein muss dann im Herbst zu Hause nicht unbedingt schmecken. Darum ist Wein trinken für mich auch immer situationsbezogen“, so der 59-Jährige. Helles Fleisch, heller Wein, dunkles Fleisch dunkler Wein, das ist inzwischen auch komplett überholt. Jauch trinke auch Rotwein zur Forelle oder Riesling zum Lamm. Für die Weinmesse fand er sehr lobende Worte: „Eine große Sache, die hier aufgezogen wird. Das bringt den deutschen Wein näher und das ist wichtig und sehr gut.“

Am Abend beendet das Winzer-Dinner in der Versandhalle die Messe. Kleinke strahlt zufrieden: „Das Feedback ist grandios, ich bin sehr glücklich und sehr stolz auf meine ganze Mannschaft. Eine wundervolle Messe“, freut sich der 47-Jährige. Fortsetzung folgt.

Von Frank Pfütze

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