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Delitzsch Handel an der Delitzscher Sachsenstraße im Umbau
Region Delitzsch Handel an der Delitzscher Sachsenstraße im Umbau
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06:00 30.07.2018
Die grüne Metallkonstruktion über dem Kaufland-Eingang ist verschwunden, der Parkplatz am Freitagmorgen trotz des laufenden Umbaus voll. Quelle: Heike Liesaus
Delitzsch

Freitagmorgen um 9 Uhr an der Sachsenstraße in Delitzsch: Da kann schon mal ein kleiner Stau entstehen, weil so viele Autos auf den Kaufland-Parkplatz einbiegen. Aber auch Bauleute und -Container bestimmen das Bild im Umfeld. Für das Areal „Sondergebiet Sachsenstraße“, das den Supermarkt, das Gebäude mit den Fachmärkten wie dem Dänischen Bettenhaus, Deichmann und Friseur Klier sowie das heutige Post-Depot im ehemaligen Discounter-Standort einschließt, stehen die Zeichen auf Veränderung.

Im Kaufland selbst läuft der Umbau. Alles soll bis zum Herbst moderner und übersichtlicher werden. Die grüne Metallkonstruktion, die den Eingang bestimmte, ist jetzt ebenfalls verschwunden. Aber auch Infrastruktur wird erneuert: Die Stadtwerke errichten eine neue Trafostation und verlegen Leitungen. Doch das Umfeld soll sich weiter verändern. Aber dafür sind die Hürden höher.

Beliebter Anlaufpunkt

So, wie für die meisten auf dem vollen Supermarkt-Parkplatz ist für ein Paar aus Zschernitz Kaufland jede Woche das feste Ziel. „Die Läden nebenan brauchen wir dagegen selten“, stellen die beiden Kunden fest, während sie den Kofferraum beladen. Auch Susan Kriebel behält ihren Einkauf-Modus bei. „Ich finde alles, aber man muss schon mehrmals gucken“, hofft die 47-Jährige, dass die Umbauphase bald zu Ende ist. Sie sieht sich schon öfter in den Geschäften nebenan um. „Ich denke auch, dass viele Takko vermissen.“ Es werde davon geredet, dass es Verschiebungen der Geschäftsflächen geben soll und dass sich diese Textilkette wieder an der Sachsenstraße ansiedeln könnte. Martina Becker wiederum parkt gerade auf dem Platz am Fachmarktzentrum. „Ich komme gern hierher. Aber Kaufland ist mir jetzt nichts. Wenn die Sachen immer woanders stehen, muss ich zuviel suchen. Da gehe ich zu Netto. Parkplätze sind aber freitags immer knapp. Aber ich bin dort möglichst um 7.30 Uhr zum Einkaufen, weil es einfach alles gibt. Ich war aber auch gerade in der Innenstadt. Da sind die Banken, die Apotheke und viele schöne Läden“, erklärt die 63-Jährige, die in der Nähe von Krostitz wohnt.

Umgestaltung

Unabhängig vom derzeit laufenden Umbau im Inneren des Supermarkts ist die Änderung des Bebauungsplanes „Sondergebiet Sachsenstraße“ im Gang, der Baurecht für Umgestaltungen im Umfeld schaffen soll. Kaufland will bessere Zufahrten für den Lieferverkehr und die Stellflächen erweitern. Auch das Fachmarktzentrum nebenan, wo einige Flächen leer stehen, bietet neue Perspektiven. Dabei geht es unter anderem auch um das Problem der Ansiedlung von Anbietern innenstadtrelevanter Waren. Denn seit reichlich einem Jahrzehnt ist ein Verfahren am Oberlandesgericht anhängig. Die Stadt hatte mit dem seit 2006 geltenden Bebauungsplan Sortiments-Beschränkungen auferlegt, gegen die die Eigentümer vorgingen.

Weitere Auslegung

„Auch das soll mit dem Bebauungsplan bereinigt werden“, erklärt Bauamtsleiter Karl-Heinz Koch. Es laufen deshalb Abstimmungen mit dem Eigentümer, mit Kaufland, mit der Landesdirektion. Derzeit wird auf den Bebauungsplan-Entwurf gewartet, den ein Planungsbüro derzeit entsprechend der Hinweise aus der ersten Auslegung überarbeitet. Im Rahmen der erneuten Auslegung des Planentwurfs werden auch die Vertretungen aller anderen Interessen erneut ein Wörtchen mitreden können.

Von Heike Liesaus

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