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Delitzsch Hausbau für Kampfübungen
Region Delitzsch Hausbau für Kampfübungen
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14:20 19.05.2015
Eine neue Ausbildungsanlage entsteht für die Lehrgangsteilnehmer im Übungsgelände. Im Oktober soll sie fristgerecht fertig sein. Quelle: Ditmar Wohlgemuth

1,15 Millionen Euro werden dafür vom Bund investiert.

Das Baugeschehen in unmittelbarer Nähe der B 183, in Höhe Abzweig Rödgen, blieb zunächst verborgen. Erst als die Hochbauarbeiten begannen und dafür auch Kräne aufgestellt wurden, wurden Passanten darauf aufmerksam und fragten auch in der Kaserne nach. "Es gab tatsächlich besorgte Anrufe" bestätigte USH-Presseoffizier Rainer Krebs die Lage. Er konnte die überraschten Bürger natürlich beruhigen. Eine neue Wohnsiedlung am Rande des Übungsplatzes entstehe nicht. Gleichwohl stimme es jedoch, dass mehrere Gebäude im Stil von üblichen Wohnhäusern errichtet werden.

Im Oktober 2013 begannen bereits die Arbeiten, die sich fristgerecht bis in diesen Oktober hinziehen werden. Entstanden sein wird bis dahin eine Ausbildungsanlage mit dem Namen "Urbanes Gelände". Dazu gehören sechs Häuser, die dazugehörigen Straßen und Wege, Parkplätze, Straßenbeleuchtung; auch an Hecken, Bäume und Zäune wurde gedacht. "Gerade so, wie wir es in bewohnten Gebieten heute antreffen können", erklärte Rainer Krebs und fuhr fort: "Es sind sechs zwecktypische, massive witterungsbeständige Gebäude. Sie sollen Häuser mit unterschiedlicher Raumaufteilung darstellen, teils mit, vorwiegend jedoch ohne Keller. Sie sind ein- und zweistöckig." Auch an ein typisches Bürogebäude ist gedacht, ebenso wie an ein Ladengeschäft. "Wir brauchen die Anlage, um die Ausbildung so realitätsnah wie möglich absolvieren zu können", so Krebs. Einsatz im urbanen Gelände sei Bestandteil des neuen Ausbildungskonzeptes. Die Lehrgangsteilnehmer im Feldwebellehrgang, allgemeiner militärischer Teil, sollen befähigt werden, eine Gruppe im Gefecht bei Tag und bei Nacht zu führen. Der Kampf im bebauten Gelände müsse geübt werden, weil er besonders hohe Ansprüche an die Soldaten und an die Führung stelle. "Die Kampfentfernung ist extrem gering, die Sicht ist deutlich eingeschränkt. Die Situation unübersichtlich. Der Gegner kann überall sein. Schnelle Entscheidungen müssen getroffen werden. Darauf muss man im Handeln vorbereitet sein", teilte Rainer Krebs mit. Mit solchen Situationen werden deutsche Soldaten bei ihren (Auslands)Einsätzen zunehmend konfrontiert, also müssen sie trainiert werden. Bislang fehlte diese Möglichkeit an der USH. Die Gebäude, die keine Glasfenster bekommen und Türen nur im Ausnahmefall, seien genau dafür konzipiert. Gegen ungebetenen Besuch außerhalb der Nutzung von der USH würden die Häuser natürlich gesichert. Die Anlage ergänzt das Terrain mit dem in unmittelbarer Nähe bereits errichteten Checkpoint.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.04.2014
Ditmar Wohlgemuth

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