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„Heiße Luft braucht kühle Köpfe“

„Heiße Luft braucht kühle Köpfe“

Wenn die Delitzscher in diesen Tagen in ihren Briefkästen einen Fragebogen aus dem Rathaus der Loberstadt finden, der erkunden will, wie sie es mit dem Lüften bei laufender Heizung, mit Stand-by-Schaltungen an elektronischen Geräten – ganz allgemein mit dem Energieverbrauch in ihrem Haushalt halten, dann hat das etwas mit dem großen Thema Klimawandel zu tun.

Zschortau. Das erfuhren die Gäste einer Podiumsdiskussion am Mittwochabend in der Inwent gGmbH im ehemaligen Zschortauer Schloss. Im gut besetzten Vortragssaal konnten sie Aktuelles hören, sollten auch ihre Meinung sagen. Unter dem Motto „Heiße Luft braucht kühle Köpfe: Klimapolitik zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ hatten Inwent und die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung eingeladen. Mochte mancher in der Runde zunächst auch etwas skeptisch Kerstin Krellenberg, der Umweltforscherin vom Helmholtz Zentrum (UFZ) Leipzig, nach Santiago de Chile, wie auch dem Stadtentwicklungsplaner Norman Roda nach Nepal und Syrien gefolgt sein, so führte der Delitzscher Rathausmann für effektive Energieanwendung, Andreas Rieck, wieder zurück in hiesige Gefilde. Er stellte Ideen vor, wie Delitzsch zur anerkannten Energiesparstadt werden will. Von ersten Projekten liegen Erfahrungen vor: die Gebäudesanierung der Grundschule Ost brachte eine Senkung des Heizbedarfs um zwei Drittel, um ein Drittel ist auch der Heizbedarf der Diesterweg-Schulsporthalle vermindert worden. Bei noch exakterer Ausführung der kompletten Wärmedämmung wäre dort jedoch Weiteres möglich gewesen, wie eine von der Stadt in Auftrag gegebene Thermografie sichtbar macht. Sie zeigt Schwachstellen, wo Wärme entweicht. Solaranlagen, Biogas, Windkraft nennt Rieck als weitere Felder, die zu bearbeiten sind. Delitzsch sucht Kontakt zur Leipziger Universität, zur Forschung. „Wir müssen ein Energiebewusstsein entwickeln“, so der Delitzscher Rathausmann. Dem soll der eingangs erwähnte 4000-fach in diesen Tagen verschickte Brief dienen. „Allein die Stand-by-Schaltungen in Deutschland verbrauchen die Leistung eines kleinen Atomkraftwerkes“, fügte er ein verblüffendes Argument für seine nachdrückliche Ermahnung an. (Mehr dazu lesen Sie in der Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung vom 26. Februar)  

Edith Dorothea Klisa

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