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Delitzsch Heiße Vorspiele und prima Klima in der Theaterakademie
Region Delitzsch Heiße Vorspiele und prima Klima in der Theaterakademie
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22:24 29.11.2009
Delitzsch

Nach der Trennung von Wolf Bunge (wir berichteten) wurde Marina Erdmann an diesem Abend offiziell von Lutz Schmähl, dem Vize-Chef des Akademie-Trägers Baff-Theater-Verein, vorgestellt.

Erst seit fünf Wochen arbeitet die Berlinerin Erdmann im Oberen Bahnhof und doch hat sie sich nun entschlossen, sofort voll durchzustarten. Zunächst als neue Dozentin für das Szenenstudium gewonnen, zögerte sie keinen Moment, als dieser Tage das Angebot der Theaterschule für die Stelle der künstlerischen Leiterin kam. „Bereits in der kurzen Zeit, die ich hier bin, habe ich einen tollen Eindruck vom Haus, den Mitarbeitern und vor allem von den Studenten gewonnen“, erklärte Erdmann. Die tolle Arbeitsatmosphäre habe sie überzeugt und keinen Zweifel gelassen, ab nächster Woche tatkräftig in ihre neue Position zu rücken.

Die Vorstellung am Donnerstagabend war nur eine kurze Szene und Erdmann und Schmähl gingen nach wenigen Worten wieder von der Bühne. „Es gibt ja auch noch gar nicht viel zu sagen, ich freu mich auf die bevorstehende Arbeit und – naja, schau’n wir mal“, trat die erfahrene Schauspielerin und TV-Darstellerin locker und sympathisch vor das Publikum und die Studierenden.

Einige der angehenden Schauspieler und Musicaldarsteller konnte sie in den vergangenen Wochen schon bei den Vorbereitungen für die Prüfungsvorspiele kennenlernen. Gemeinsam mit den Musical-Studentinnen Maria Hammermann aus Eilenburg, Christin Rettig und Claudia Götz studierte sie eine Szene aus „Sterne am Morgenhimmel“ von Alexander Galin ein. Für die Zweitsemester war es das erste Vorspiel und daher eine ganz besondere Herausforderung, die sie souverän meisterten. Ein pauschales Urteil über die Leistungen ihrer Schülerinnen wollte Erdmann im Anschluss allerdings nicht abgeben.

Mit viel Elan und einer positiven Grundhaltung will die 49-Jährige nun die nächsten Wochen mit der Planung neuer Spiele für die jeweiligen Studenten zubringen. Ihr frisches Gemüt scheint sich dabei positiv auf das ganze Haus auszuwirken. So verfolgte zum Beispiel Ex-AdDK-Rektor Ulrich Triller den kurzen Auftritt von Erdmann mit einem strahlenden Lächeln. „Es ist einfach super, wie schnell sie sich eingebunden hat. Seit sie hier ist, haben sich das Klima und die Atmosphäre in der Hochschule deutlich verbessert“, sagte der Vorsitzende des Baff-Theater-Vereins. Dank ihrer Professionalität würde die Berlinerin nicht nur hohes Ansehen von den Kollegen ernten.

„Auch die Studenten haben sie sofort freudig aufgenommen“, schilderte Triller die Situation. Ein wichtiger Punkt, der zum guten Verhältnis beitrage, sei „die ständige Präsenz von Marina Erdmann“. Eigentlich wohnhaft in Berlin, wird sie zur Pendlerin. „Die Woche über bleib’ ich in Delitzsch, nehme mir eine Wohnung.“ Mangelnde Anwesenheit war im Übrigen ihrem Vorgänger Wolf Bunge von Seiten der Akademie vorgeworfen worden. Für Erdmann zählt derweil nur eins: „Jetzt beginnt das große Kennenlernen. Ich bin schon ganz gespannt.“

Julia Wick

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