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Herzogin Henriette Charlotte empfängt fürstlichen Besuch

Herzogin Henriette Charlotte empfängt fürstlichen Besuch

"Wir haben extra Regen bestellt, denn die Kornkammern müssen gefüllt werden, weil der Hofstaat versorgt werden will", spielte der Stadtvater scherzend darauf an, dass jährlich zur Eröffnung dieses Festes Petrus die Schleusen öffnet. Den geplante

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In der Tafelstube spricht Mathias Graupner (vorn) als Wittumsekretär über kulinarische Köstlichkeiten des 17./18. Jahrhunderts. Fotos: Alexander Prautzsch

Quelle: Alexander Prautzsch

Delitzsch. "Wir haben extra Regen bestellt, denn die Kornkammern müssen gefüllt werden, weil der Hofstaat versorgt werden will", spielte der Stadtvater scherzend darauf an, dass jährlich zur Eröffnung dieses Festes Petrus die Schleusen öffnet. Den geplanten Rundgang durch den Barockgarten unter Aufsicht von Schlossherrin Herzogin Henriette Charlotte von Sachsen-Merseburg, erstmals dargestellt von Museumsmitarbeiterin Catleen Quarg, ließ Haus- und Hofmeister Otto Erdmann von Dieskau (Museumsleiter Jürgen Geisler) deshalb ausfallen. "Madame, das will ich Ihnen nicht zumuten", entschuldigte er sich bei der Gastgeberin. So oblag es den 14 Instrumentalisten und Solisten der Kreismusikschule "Heinrich Schütz" mit einem festlichen und zum Anlass passenden Konzert, das barocke, romantische und klassische Werke vereinte, auf die beiden Tage einzustimmen. Sehr gelungen, wie Zuhörer lobten. Und als hätten die jungen Musiker die dicken Wolken vertrieben, wurde die Illumination des Barockgartens am Abend dann doch noch möglich.

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Delitzsch. Zwar im kleineren Rahmen als Peter

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Bis gestern 17 Uhr bot das Schlossfest ein unterhaltsames Programm mit Führungen, Lesungen, Tanz und Gesang, mit denen an das Vergnügen der adligen Gesellschaft im 18. Jahrhundert erinnert wurde. Thematisch passte auch die Fächerausstellung "Ganz à la Mode", zum Konzept. Bei der Finissage gestern wusste Leihgeber Ulrich Hoffmann aus Köln viel Interessantes zu erzählen.

Neben Stammgästen wie August der Starke nebst Mätresse Anna Constantia Reichsgräfin von Cosel sowie der Mitglieder des Vereins Barocktheater Dresden, die den König von Sachsen und Polen als Hofstaat begleiteten, lockte das Schlossfest auch diesmal wieder neue Gäste von außerhalb an, die sich in ihren historischen Gewändern zum Hofstaat gesellten. Extra aus Darmstdt war Christian Tacke angereist. Über Mundpropaganda in der Szene habe er von der Veranstaltung in Delitzsch erfahren, erzählte er, als er sich den Besuchern als Freiherr Christian von Ahorn, eine frei erfundene Figur, vorstellte. "Das Delitzscher Schloss ist klein, aber echt hübsch, weil nicht so überladen. Mir gefällt auch, dass sich die Leute hier so umeinander kümmern", schwärmte der IT-Abteilungsleiter. In ihren wunderschön gestalteten Kleidern und mit ihren weiß gepuderten Gesichtern stachen Manuela und Mike Möbes aus Leipzig als Freifrau Linda und Freiherr Kurt von Liliendam sofort ins Auge. Das Ehepaar fühlt sich in Schlössern wohl und besucht oft barocke Veranstaltungen. "Im Vorjahr waren wir in zivil hier, und weil es uns so gut gefallen hatte, beschlossen wir, diesmal kostümiert zu kommen", plauderten sie offen. Fester Bestandteil des Schlossfestes war auch diesmal der Tag der offenen Tür der Musikschule. Viele Fachlehrer beantworteten Fragen potenzieller Schüler und deren Eltern. Und im Spatzenkonzert stellten die jüngsten Musikschüler jeweils ihre Instrumente vor. Unterm Strich zeigte sich gestern Nachmittag Jürgen Geisler, Leiter des Museums Barockschloss Delitzsch, mit dem Fest sehr zufrieden.

Weitere Fotos im Internet unter www.lvz-online.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.05.2015

Thomas Steingen

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