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Delitzsch Hexen-Nacht am Delitzscher Barockschloss und auf dem Eilenburger Burgberg
Region Delitzsch Hexen-Nacht am Delitzscher Barockschloss und auf dem Eilenburger Burgberg
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11:36 02.05.2016
Oberhexe Steffi Prätz las im Eilenburger Sorbenturm den ganzen Abend gruselige Geschichten über kleine und große Hexen vor.  Quelle: Foto: Steffen Brost
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Eilenburg/Delitzsch

 Großer Hexenspuk am Eilenburger Burgberg. Hier organisierte der Burgverein die Walpurgisnacht. Hunderte kleine und große Zuschauer kamen am Vorabend des 1. Mai auf ihren Hausberg. Die Organisatoren um Burgvereinsvorsitzende Steffi Schober schickte die ganze Woche Stoßgebete in den Himmel, damit nicht wie im vergangenen Jahr Petrus zum Fest seine Schleusen öffnet.

„Das Wetter ist doch klasse. Wir haben ein Jahr die Veranstaltung vorbereitet und wieder eine Menge organisiert“, freute sich die Vereinschefin über den Ansturm. Erstmals mussten erwachsene Besucher einen Hexentaler Eintritt entrichten. Die zwei Euro zahlten alle ohne murren. „So etwas auf die Beine zu stellen kostet immer viel Geld. Und man sagt ja, alles was kostenlos ist taugt nichts. Also ist das völlig in Ordnung hier einen kleinen Obolus zu verlangen“, sagte Peter Kraft. Und die Gäste kamen in Scharen und erlebten wie die Doberschützer Schwarzpulverkanoniere das Spektakel mit lautem Knall eröffneten.

Dazu ließ sich auch Eilenburgs Oberbürgermeister Ralf Scheler, verkleidet mit einer braunen Mönchskutte blicken und begrüßte die kleinen und großen Gäste. Überall gab es etwas zu entdecken. So konnten sich die jungen Besucher bei der Hexenolympiade versuchen, Stockbrot am Lagerfeier backen, basteln, im Sorbenturm den Gruselgeschichten der Hexen Steffi und Heike lauschen oder sich die zahlreichen Programmpunkte auf der Bühne anschauen. Hier präsentierte sich unter anderem das Eilenburger Laientheater mit ihren Jubiläumsstück „Hündchen Nasehoch“. „In diesem Jahr feiert unser Verein seinen 55. Geburtstag. Und da gibt es ein neues Theaterstück“, verriet Vorsitzende Nadine Fritzsche.

Bis zum späten Abend wechselte sich das Bühnenprogramm ab. So tanzten die Mädchen der Eilenburger Tanzgruppe über die Bühne und die Gerätturner des Sportvereins Lok Eilenburg zeigten ihr Können. Ein Höhepunkt war der Auftritt von Musiker „Bernd die Stimme“. Mit Einbruch der Dunkelheit folgte ein ganz besonderer Moment. Durch die Entzündung des großen Hexenfeuers wurde das Areal in eine ganz besondere Atmosphäre getaucht.

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Kleine und große Hexen kamen zur traditionellen Walpurgisnacht auf den Eilenburger Burgberg.

Auch in Delitzsch tanzten am Wochenende die Hexen. Nach einem kurzen Ausflug durch die Geschichte der Delitzscher Hexenverfolgung mit Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) startete das Delitzscher Hexenfest am Samstagnachmittag seine Premiere. Für das passende Outfit an Hexenhüten und Zauberutensilien sorgten Elke Fahr und Detlef Schuchow. Anschließend nutzen vor allem die Kinder die Möglichkeit, um durch das Gartengeläden vor dem Schloss zu stromern. Bis zur Dunkelheit verweilten alle Walpurgisfestgäste unter anderem an den Feuerstellen, die eingerichtet worden. Und wer dann noch nicht müde war, konnte 50 Meter weiter im Schlosskeller beim „Tanz in den Mai“ mit DJ Marcelli noch bis in die Morgen tanzen.

Von Steffen Brost und Alexander Prautzsch

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