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Delitzsch Hexenzauber in Delitzscher Innenstadt
Region Delitzsch Hexenzauber in Delitzscher Innenstadt
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18:29 02.05.2010
Sandra Zeidler lässt die kleinen Besucher einen Blick in den Hexenkessel werfen. Quelle: Lutz Schmidt
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Delitzsch

Rund 60 Mädchen und Jungen waren am Freitagmorgen die ersten, die beim Hexenzauber in der Breiten Straße in Delitzsch von Geschäft zu Geschäft zogen, um die einzelnen Buchstaben der Schnitzeljagd herauszubekommen. Besonders originell zeigte sich das „Blue core“ in der Nähe des Breiten Turmes, wo ein Kesseltopf über den Holzscheiten des für den Abend vorbereiteten Feuers baumelte. Sandra Zeidler hob den Deckel und die Überraschung war perfekt. Denn im Kessel war nicht etwa lecker-scharfe Hexensuppe, sondern so manche süße Sache. Das L wie Lagerfeuer gab es hier für die Schnitzeljagd obendrein. Im Fotostudio Fayctory-7 empfing Hexenmeister Detlef Schwuchow die kleinen Geister mit einem schaurigen alten Bonbonglas voller Schaben, aus dem das Lösungswort S geangelt werden musste.

Gleich nebenan rührte Doris Mehnert vom Verein „Leben mit Tieren“ im großen Topf und bereitete Drachenblutsuppe, Hexenküchlein und Teufelsröllchen vor. Und um das T ging es an der LVZ-Geschäftsstelle. Hier warteten Regionalverlagsleiterin Kerstin Friedrich und LVZ-Mitarbeiter Axel Junghanß sogar noch mit einem zweiten Gewinnspiel auf. Bei „Gesunde Ernährung ist keine Hexerei“ waren vier Fragen zu beantworten. Dazu gab es für jeden zunächst einmal einen dicken leckeren Apfel, den sich auch die Schüler der Delitzscher Förderschule mit ihrer Lehrerin Ina Weißwange schmecken ließen. In dem Moment kamen schon weitere Kinder aus dem „Sonnenschein“ mit Schirmherr Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) heran. Dieser hatte die vierjährige Diana an der Hand und war bald auch von den anderen Kleinen umringt. „Kennt ihr denn auch einen Zauberspruch? Diese Frage hätte das Stadtoberhaupt gar nicht stellen brauchen. Denn sofort sprudelten die kleinen Hexen und Hexeriche los. Und der Klassiker „Hokuspokus fidibus, dreimal schwarzer Kater“ fehlte da natürlich nicht, steht er doch an erster Stelle im Hexenzauberbuch. Danach ging es gemeinsam mit dem OBM durch die Breite Straße. Hier und da wurde Halt gemacht. So auch an der Löwen-Apotheke, wo sich der Stadtobere und die Kinder Schneckentrank, Spinnensirup und Krötenbrause kredenzen ließen. Eine Runde auf dem Kinderkarussell am Breiten Turm setzte dem fröhlichen Treiben noch eines drauf.Schnell machten der OBM und Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos) noch einen Abstecher in die Schulstraße, wo sich die zwei Service-Geschäfte Handke und Naumann gleichfalls an dem Hexenspuk beteiligten. Zuvor waren dort schon viele Kinder begrüßt worden, auf die vor den Läden ein bunter Malzauber wartete. Hier holte die Stadtväter allerdings gleich einmal mehr die Wirklichkeit ein. Andreas Handke bat darum, die Abzweigung von der Breiten Straße wieder mit den Schildern Schulstraße auszustatten, da der kurze Abschnitt oft vor allem von Ortsfremden zum Am Wallgraben zugerechnet werde. Zu einem anderen Vorschlag konnte Bürgermeister Schöne schon Positives berichten. Denn die gleich um die Ecke, im Hauptabschnitt der Schulstraße angeregten zwei Kurzzeitparkplätze, werden eingerichtet. „Die verkehrsrechtliche Anordnung ist schon raus“, erklärte der Bürgermeister.In der Breiten Straße ging den ganzen Tag der Hexenzauber weiter. Ab Mittag legte auch die von den Stadtschreiberhaus-Leuten bestellte Wahrsagerin die Tarot-Karten und verhieß jedermann die Zukunft. Schlosswachen-Chef Rico Eichler verkaufte so manche Leckerei am Stand persönlich. La-Belle-Mitarbeiterinnen setzten teuflisch-schöne Farbsträhnen ins Haar und verwandelten nicht wenige Kinder mit einem bunten Gesichts-Outfit zu kleinen Hexen. Und dass in den 23 beteiligten Geschäften der Strohbesen zum flotten Ritt in die Lüfte bereit stand, war keine Frage.Bevor sich dann am Abend die „Kassenpatienten“ auf die Hexenbühne wagten, griffen LVZ-Regionalverlagsleiterin Kerstin Friedrich und Hexenmeister Detlef Schwuchow in die Glückstrommel und zogen die Gewinner der Schnitzeljagd. Und da war nun ausnahmsweise wirklich keine Hexerei im Spiel.

Lutz Schmidt

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