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Delitzsch Hickhack um Leitstelle geht weiter
Region Delitzsch Hickhack um Leitstelle geht weiter
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00:00 11.09.2010
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. Jetzt unterstrich die Landesregierung, dass es zukünftig nur noch fünf Leitstellen geben soll. Der Landkreis würde dann von der Großleitstelle in Leipzig versorgt werden. Dort ist aber noch nichts klar oder vorbereitet. Nordsachsens Landrat hält an der Einrichtung in Delitzch fest. Am Montag gibt es eine große Gesprächsrunde mit dem Innenminister und dem Landespolizei-Präsidenten.

„Leipzig ist für uns kein Thema, weil die Bedingungen dort nicht zu akzeptieren sind. Die Leitstelle muss in Delitzsch bleiben, nicht zuletzt, weil wir hier eine besondere Verantwortung für den Airport Leipzig-Halle haben, der sich zu 100 Prozent auf dem Gebiet des Landkreises Nordsachsen befindet", unterstrich Michael Czupalla (CDU) in dieser Woche beim Pressegespräch. Nach Monaten des Stillstandes sorgt nun eine Mitteilung aus Dresden für Aufregung. Das Innenministerium will bald Nägel mit Köpfen machen. Fünf Großleitstellen sollen künftig die Einsätze von Feuerwehr und Rettungskräften koordinieren. Zum 1. Januar will das Ministerium die Standorte Hoyerswerda, Dresden, Chemnitz, Zwickau und Leipzig festlegen. Der Widerstand aus Nordsachsen gegen die Leitstelle in Leipzig sei bekannt. Für das Ministerium aber ist klar: Nur für die Leitstellen, für die bis 31. Dezember mindestens mit der Planung begonnen wurde, übernehmen Krankenkassen und Freistaat noch bis Ende 2011 den Großteil der Kosten. Dazu Rechtsdezernentin Angelika Stoye: „Wir haben in den vergangenen Jahren sieben Millionen Euro in unsere Einrichtung investiert, die heute über einen modernen Standard verfügt. Lediglich der Digitalfunk fehlt noch."

Czupallas Ablehnung ging sogar eine Zustimmung für Leipzig voraus. Denn Leipzig warb damals damit, Platz und Voraussetzungen zu haben und zur Verfügung zu stellen. Die Abwicklung der Leitstellen in Delitzsch und in Grimma waren damit eigentlich besiegelt. Bis Leipzig Anfang des Jahres einräumte: Wir haben keinen Platz und kein Geld, wir müssen investieren. An den Kosten müsst ihr euch beteiligen. Seit dem kämpft Czupalla für den Erhalt einer „perfekt ausgestatteten und funktionierenden Einrichtung".

In Leipzig sei bisher nichts passiert. Unter anderem sollte für die neuen Kollegen, die aus Nordsachsen und Grimma dazustoßen, ein neues Gebäude errichtet werden. Die vorhandene Bausubstanz sei völlig ausgelastet. Bereits im April kritisierte Czupalla, dass in Leipzig gar keine Voraussetzungen bestehen, um weitere Einheiten und Personal zu integrieren.

Das hat sich inzwischen auch bis Grimma rumgesprochen, denn der Landrat (Leipziger Land) und Verbandsvorsitzender des dortigen Rettungszweckverbandes, Gerhard Gey (CDU), äußerte kürzlich: „Grundsätzlich möchten wir an einer Rettungsleitstelle im ländlichen Raum festhalten. Hier könnten wir uns in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Nordsachsen eine gemeinsame Rettungsleitstelle zum Beispiel in Grimma gut vorstellen." Und auch Grimmas Oberbürgermeister Matthias Bergner ist als vehementer Gegner der Großleitstelle Leipzig bekannt.

Nordsachsen hat im April einen Fördermittelantrag für die Umrüstung auf Digitalfunk eingereicht und wartet noch immer auf eine Antwort aus Dresden. Die Leitstelle in Delitzsch koordiniert Einsätze im Gebiet des Rettungszweckverbandes Nordsachsen und zählt 14 Mitarbeiter.

Frank Pfütze

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