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Delitzsch Hilfe bei Nachwuchssorgen
Region Delitzsch Hilfe bei Nachwuchssorgen
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17:37 15.02.2012
Zum Leben nach dem Teststäbchen berät die Schwangeren- und Familienberatung der Awo in Delitzsch. Quelle: dpa
Delitzsch

100 solcher Gespräche, an deren Ende der Beratungsschein und damit die Möglichkeit zum Abbruch der Schwangerschaft steht, sind es jährlich. Klischees allein, betont Martina Fritzsche, werden dabei nicht bedient: Es sind nicht nur fürs Kinderkriegen noch viel zu junge Teenager, die im Vorfeld eines Abbruchs der Pflicht zur Beratung bei ihr nachkommen. „Es sind Frauen aus allen Altersklassen.“ Sie fühlen sich aus verschiedenen Gründen noch nicht oder nicht mehr bereit für ein Kind. Konfliktberatung mit einer Zwölfjährigen, wie sie es vor Jahren einmal erlebte, sei absolute Ausnahme im Alltag des Delitzscher Awo-Angebots. „Die Frauen, die die Konfliktberatung wahrnehmen, fühlen sich entweder zu jung oder zu alt für ein Kind, haben die Familienplanung schon abgeschlossen oder genug Sorgen mit den Kindern, die sie schon haben. Oder es stimmt in der Partnerschaft nicht.

"Die Gründe für einen Abbruch sind vielfältig“, zählt Martina Fritzsche nur einige Hintergründe auf. Die Entscheidung für oder gegen ein Kind will, darf und kann sie nicht abnehmen. „Die Beratung ist ergebnisoffen, zeigt Möglichkeiten auf und drängt nicht in irgendeine Richtung“, so die Delitzscherin. Wie die Frauen sich am Ende tatsächlich entscheiden, zwischen Beratung und Abbruch der Schwangerschaft müssen laut Gesetz drei Tage liegen, erfährt Martina Fritzsche allerdings nicht.

Ein Wiedersehen gibt es dagegen mit den meisten anderen ihrer Klienten: Allein für den Bereich der Schwangerenberatung hat die Sozialpädagogin im vergangenen Jahr rund 150 Fälle betreut. „Auch zu dieser Beratung kommen Frauen in jeder Altersklasse und Lebenslage“, berichtet Martina Fritzsche.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung vom 16. Februar 2012.

Christine Jacob

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