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Historische Segelflugzeuge sind die Stars auf dem Flugplatz Roitzschjora

Luftfahrt Historische Segelflugzeuge sind die Stars auf dem Flugplatz Roitzschjora

Das verschobene Treffen zum 80. Geburtstag des Flugplatzes Roitzschjora wurde jetzt nachgeholt. Die Besucher des Treffens konnten verschiedene Segelflugzeug-Oldtimer bestaunen.

Am Himmel nicht zu übersehen ist dieses knallgelbe Flugzeug.

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Roitzschjora. . Eigentlich sollte das am vergangenen Wochenende stattgefundene Treffen historischer Segelflieger schon im September des vergangenen Jahres über den Rasen gehen. Nämlich zum 80. Geburtstag des Flugplatzes in Roitzschjora. Matthias Stoye erinnert sich mit Grausen daran. „Die Feierlichkeite

n sind damals quasi ins Wasser gefallen, es hat nicht aufgehört zu regnen“, sagte er. Mit Dieter Worms, beide vom Fliegerklub Roitzschjora, knüpfte er die Kontakte. „Wir wollten einfach nicht länger warten.“ Offensichtlich ging es nicht nur den Roitzschjoraern so. Insgesamt zwölf Segelflugzeuge, darunter zehn historische, konnten die Besucher betrachten, auch ganz nahe rankommen, sich mit den Piloten unterhalten. Dazu gab es am Sonnabend auch zunächst reichlich Zeit, denn das Wetter spielte nicht ganz so mit, wie es sich die Organisatoren erhofft hatten. „Die Wolken hängen ziemlich tief, auch die Weitsicht ist nicht ausreichend“, stellte Matthias Stoye ein wenig resignierend fest.

So hatten es auch die Schleppflugzeuge schwer, den Roitzschjoraer Platz zu erreichen. Auf eines wurde besonders gewartet: Eine Zlin Z126. Ein Flugzeug, in den 1960er-Jahren gebaut, also auch schon ein Oldtimer, wurde vor allem zu DDR-Zeiten in der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) eingesetzt. Bei allen ausgestellten Fliegern fiel dem Betrachter eines auf: Egal wie alt die Flugzeuge sind, sie sind in einem Top-Zustand und nahezu alle flugfähig.

Pia Nägel, sie fliegt seit ihren 14. Lebensjahr, also schon gut 34 Jahre, weiß warum: „Vom Zustand der Flieger hängt unser Leben ab. Deshalb investieren wir viel Zeit und auch Geld in die Wartung und Pflege.“ Sie selbst fliegt eine Glasflügel Libelle. Die Flügel, also die Tragflächen, sind natürlich nicht aus Glas. Der Hersteller heißt Glasflügel. Eine andere Libelle mit dem Zusatz Laminar war auch auf dem Platz. Ein Hochleistungs-Segelflugzeug, das ab 1958 beim VEB Apparatebau Lommatzsch gebaut wurde.

Roland Sturm aus Pirna kennt die Geschichte der Segelfliegerei jener Zeit aus eigenem Erleben. Als 15-Jähriger begann er einst, auf dem Schulgleiter 38 seine ersten Runden über dem Platz zu drehen. Heute ist er 75 Jahre alt und stellte eine FES 530 II mit dem Namen Lehrmeister, gebaut Ende 1957, vor.

Wer in die Segelfliegerei mal hineinschnuppern möchte, ist an den Wochenende in Roitzschjora gern gesehen. „Wenn das Wetter stimmt, sind wir immer hier“, hieß es. Ausbildungsleiter Jens Hanke freut sich immer über interessierten Nachwuchs.

Von Ditmar Wohlgemuth

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Roitzschjora
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