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Delitzsch Hohenossiger arrangieren sich mit gesperrter Ortsdurchfahrt, Verkehr normalisiert sich
Region Delitzsch Hohenossiger arrangieren sich mit gesperrter Ortsdurchfahrt, Verkehr normalisiert sich
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16:00 21.07.2016
Mitarbeiten des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr und Vertreter der Baufirma während einer Beratung vor Ort. Quelle: Thomas Steingen
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Hohenossig

Drei Wochen nach Beginn der Fahrbahnerneuerung auf der Bundesstraße 2 und der einhergehenden Sperrung der Ortsdurchfahrt bis voraussichtlich 9. September hat sich in Hohenossig die Lage, insbesondere die Verkehrssituation, etwas beruhigt. Hin und wieder versuchen zwar immer noch Kraftfahrer durch die Straße Zur Klause die kürzestes, aber verbotene Umfahrung der Baustelle zu nehmen, aber insgesamt ist es auch dort ruhiger geworden. „Lkw verirren sich kaum noch“, erzählt ein Anwohner. „Aber immer, wenn ein Bus durchfährt, kommen oft mehrere Fahrzeuge gleich hinterher“, hat er beobachtet.

Bürgermeister lobt Anwohner und Polizei

„Die Anwohner verhalten sich sehr vernünftig und die Polizei kontrolliert häufig, auch abends“, lobt Bürgermeister Wolfgang Frauendorf (CDU, wobei die Polizei gegenüber den Einwohnern von Hohenossig sehr kulant sei. Das bestätigen Mitarbeiter der Firma Karsten Hennig, die in der Südstraße das Dach eines Wohnhauses erneuern. „Zweimal sind wir von der Polizei angehalten worden, aber die Beamten haben uns durchgewunken, sodass wir unsere Baustelle erreichen konnten. Bei den Kontrollen gehe es vor allen darum, den Durchgangsverkehr zu unterbinden, sagt eine Polizistin, die in diesen Tagen häufig in Hohenossig Streife fährt und auch schon Unbelehrbare abgestraft hat.

Bauarbeiten verlaufen planmäßig

Derweil verlaufen die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt planmäßig, war bei der wöchentlichen Bauberatung zu erfahren. Derzeit werden Straßenborde gesetzt und in der kommenden Woche soll der erste Asphalt eingebracht werden. Das hört Lilo Doberitzsch gern. Sie betreibt mitten im Ort direkt an der Bundesstraße einen Blumenladen. Dieser ist aber vom 4. Juli bis zum 30. September geschlossen. „Ihn zu öffnen, hat jetzt keinen Zweck“, erzählt die 82-jährige Inhaberin. Sie hofft sehnsüchtig, dass die Bauarbeiten termingerecht abgeschlossen werden. „Am liebsten noch etwas früher, denn es ist eine lange Zeit, und ich lebe hauptsächlich von der Laufkundschaft“, sagt sie. Etwas leid tut ihr gegenüber auf der anderen Straßenseite die Inhaberin des Lädchens „Kunterbunt“, das Anfang Juli eröffnet worden ist.

Seit 1978 wohnt Lilo Doberitzsch an der B 2. In den vergangenen Jahren sei der Verkehr in Hohenossig rasant gestiegen, sagt die Seniorin. Vor allem das Scheppern der Lkw sei sehr nervig. „Ich hoffe, dass das mit dem neuen Fahrbahnbelag verschwindet“, so die Hohenossigerin weiter. Derzeit genießt sie abends und nachts die Ruhe. Selbst der Baulärm sei geringer als sonst der Verkehr.

Etwas Erfreuliches hat Bürgermeister Frauendorf zu verkünden, denn in Abstimmung mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr wird am Abzweig nach Kletzen von der B 2 ein neuer Fußweg zum Wohngebiet Am Strengebach mit gebaut.

Von Thomas Steingen

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