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Delitzsch Hort erhält zweiten Rettungsweg
Region Delitzsch Hort erhält zweiten Rettungsweg
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13:49 19.05.2015

Der dafür geplante zeitliche Rahmen ist allerdings schon überschritten. Bis jetzt kann die als zusätzlicher Rettungsweg montierte Außentreppe nicht genutzt werden. Es fehlen die Treppenstufen, die aus Eisengittern gefertigt werden müssen. Grund für die Verzögerung sind wieder einmal Lieferschwierigkeiten des Zulieferers. "Die Auftragsbücher sind offenbar voll. Wir müssen warten, bis wir dran sind", bestätigte Bauamtsleiterin Petra Hinkefuß und ergänzte: "Auch die von uns beauftragte Metallbaufirma in Schenkenberg ist von der Lieferung der Elemente abhängig." Da Geduld nicht das Lieblingswort der Bauingenieurin ist, setzte Petra Hinkefuß auf vielerlei Wegen den Hebel an, um den Lieferprozess zu beschleunigen. Doch manchmal scheint auch sie am Ende ihres Lateins zu sein.

Fertiggestellt ist zumindest das Metallgrundgerüst der Treppe. Es wurde in den vergangenen Tagen aufgestellt, im Boden verankert und mit der Giebelwand verbunden. Die Treppe soll im Brandfall die Flucht von der obersten Etage des Hauses, also vom ausgebauten Dachgeschoss, ermöglichen.

Doch nicht nur die neue Außentreppe gehört zum Brandschutz, der neuen Forderungen gerecht werden muss. Zudem wurde die obere Etage mit zusätzlichen Wänden und einer selbsttätig schließenden Brandschutztür ausgestattet. Feuerfester wurden nachgerüstet, auch ein Durchgang auf die Außentreppe geschaffen. "Die lärm- und staubintensiven Arbeiten haben wir hauptsächlich in die Ferienzeit gelegt, um die Belastung für die Hortkinder und die Erzieherinnen so gering wie möglich zu halten", teilte Hauptamtsleiterin Tatjana Bonert mit. Die Verzögerungen würden allerdings dazu führen, dass Restarbeiten bei laufenden Betrieb erledigt werden müssen. Indes plant Kita-Leiterin Johanna Weber für den Hort schon mal eine Alarmübung mit den Kindern.

Bereits im Januar diesen Jahres hatte der Jugendhilfeausschuss des nordsächsischen Kreistages das Vorhaben auf die Liste mit der höchsten Priorität gesetzt. Der Brandschutz war dort ein wesentlicher Investitionsschwerpunkt. Kyhna hatte es bis auf die dritte Stelle der Liste geschafft. Vorgesehen waren zunächst 51000 Euro.

In der Gemeinde Wiedemar sind in diesem Jahr neben dem Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Zwochau, was rund 300000 Euro kosten wird (wir berichteten), die Vervollständigung des Brandschutzes im Hort Kyhna Investitionsschwerpunkte. Die Kosten für die Außentreppe als zweiten Fluchtweg waren im Haushalt eingeplant worden.

Im Juni dieses Jahres erhielt die Gemeindeverwaltung den Förderbescheid, der sich auf 26000 Euro belief. Der Rest für das Gesamtprojekt von 43000 Euro wird die Gemeinde aufbringen. Bereits zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich ansatzweise ab, dass es zu langen Lieferzeiten kommen wird und möglicherweise die Arbeiten über die Zeit der Ferien hinaus reichen würden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.09.2014
Ditmar Wohlgemuth

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