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Delitzsch "Ich möchte Kinder begeistern"
Region Delitzsch "Ich möchte Kinder begeistern"
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19:20 21.09.2011
Katja Bauer ist die neue Delitzscher Rosenkönigin. Quelle: Christine Jacob
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Delitzsch

Die Kreiszeitung sprach mit der 21-jährigen Jurastudentin über ihre Pläne und Vorhaben für die Amtszeit.

Nach langen vier Monaten Bewerbungsfrist ist die Wahl zur neuen Delitzscher Rosenkönigin gefallen. Wie haben Sie die vergangenen Monate erlebt?

Katja Bauer:

Je näher die Wahl gerückt ist, desto nervöser bin ich geworden. Die Aufregung war schon groß, manchmal lagen die Nerven blank.

Wie war dann der Auftritt auf dem Markt vor einem großen Publikum?

An diesem Tag war ich total ruhig und entspannt. Meine Familie dagegen war total nervös. Aber kurz vor der Bühne ging es dann doch los: Ich hatte zitternde Hände. Als dann aber die erste Frage beantwortet war, wurde ich wieder ruhiger.

Wie feiert eine neue Hoheit ihre Krönung?

Meine Mutter hatte – unabhängig davon, ob ich gewinne oder nicht – 70 Bratwürste gekauft und meine Unterstützer zu uns nach Hause eingeladen. Und die haben auch lange gefeiert. Ich selbst war schon ab 20 Uhr richtig müde, der ganze Stress fiel ab und ich bin zeitig schlafen gegangen.

Bei dieser Wahl gab es mit Ihnen und Juliane Pflug nur zwei Kandidatinnen. War es so ein besonders harter Konkurrenzkampf oder eher freundschaftlich?

Wir hatten beide das gleiche Ziel. Jede von uns hat sich ins Zeug gelegt, wie man bei unseren Aktionen im Vorfeld sehen konnte. Wir haben uns aber dennoch sehr gut verstanden. Zickenkampf gab es nicht.

Ihre Vorgängerin Franziska Arlt ist zu einem bekannten Gesicht dieser Stadt geworden. Wie reagieren die Leute bis jetzt auf Hoheit Katja?

Es gab viele Gratulationen. Schon im Vorfeld der Wahl – gerade dann, wenn wieder etwas über uns in der Kreiszeitung stand – war schon deutlich, dass die Leute auf der Straße zwei Mal hingucken.

Wie reifte überhaupt die Idee, sich für dieses Amt zu bewerben?

Ich habe ein Praktikum in der Stadtverwaltung absolviert und die Stadt neu kennengelernt. Wir können wirklich stolz sein, was wir an Historie zu bieten haben. Ich habe den Drang, etwas für meine Stadt zu machen und sie gut zu repräsentieren. Zudem ist das ganze Feld der Rosen sehr interessant und hat mich richtig in den Bann gezogen.

Welche Handschrift möchten Sie Ihrer zweijährigen Amtszeit geben?

Mein Hauptanliegen ist es, nicht neue Rosenflächen zu erschließen, sondern die bestehenden zu erhalten. Mein Augenmerk soll auf dem Marienpark liegen, wo noch Pflanzlücken zu füllen sind. Am Eingang ist eine mit Graffiti besprühte Wand, die gar nicht ins Bild passt. Gemeinsam mit dem Kunst-Leistungskurs vom Gymnasium möchte ich sie verschönern.

Und was hat die Hoheit Katja noch auf der Agenda?

Die Nachwuchsarbeit soll im Vordergrund stehen. Mit gezielten Aktionen möchte ich gerade Kinder begeistern. Bei meiner Aktion im Rosengarten, bei der ich mit der Kita Freundschaft zusammengearbeitet habe, habe ich gemerkt, wie groß der Anklang war. Ich denke, dass man den Kleinen so auch Heimatverbundenheit vermitteln kann. Zudem möchte ich dem Rosenverein neue, junge Mitglieder bringen. Ich finde es auch schade, dass die Bewerberzahl für das Amt der Rosenkönigin abnimmt. Auch dem möchte ich entgegenwirken.

Eine Rosenkönigin hat zahlreiche Termine. Sie studieren Jura, was als sehr zeitintensiv gilt. Ist all das unter einen Hut zu bringen?

Das Studium ist auf jeden Fall sehr anstrengend. Aber ich habe auch gemerkt, dass ich einen Ausgleich brauche. Rosenkönigin zu sein, ist vielleicht auch mal Stress – aber es ist positiver Stress.

Spüren Sie also schon erste positive Effekte der neuen Aufgabe?

Eine Freundin hat mir schon vor der Wahl gesagt, dass mir allein die Zeit der Bewerbungsfrist geholfen hat. Davor hätte ich nie so wie beim Roßplatzfest der LVZ bei einer Modenschau mitgemacht. Ich merke, dass ich selbstbewusster und selbstständiger werde.

Interview: Christine Jacob

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