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Delitzsch "Ich möchte nicht nur im Büro sitzen"
Region Delitzsch "Ich möchte nicht nur im Büro sitzen"
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16:36 19.05.2015
Julia Gottschlich Quelle: Christine Jacob

Die Vorstellungsrunde in der Stadtverwaltung ist geschafft, die Dienstwohnung direkt am Tiergarten wartet. Julia Gottschlich, die sich gegen 24 Konkurrenten durchgesetzt hat, kann anfangen.

Viel unterwegs, viel auf Reisen war sie in den vergangenen Jahren. Nach dem Abitur ging sie nach Neuseeland und arbeitete dort für das Naturschutzministerium als Ranger. "Dort habe ich gemerkt, dass die Arbeit mit Tieren genau das Richtige für mich ist", erzählt sie heute. Aus eigentlich nur drei Monaten wurden drei Jahre langes Zoologiestudium an der Otago Universität. Danach folgte das Masterstudium in den Niederlanden. Dieses beinhaltete 2008 auch eine Projektarbeit im Naturpark Dübender Heide. Darin erarbeitete die Zoologin einen Managementplan für den Heidebiber und war damit zum ersten Mal in dieser Region tätig. Ihre erfolgreiche Studienarbeit über die Paarbindung von Mönchsgeiern ermöglichte Julia Gottschlich dann einen direkten Einstieg in die Zoowelt und damit in die zoologische Leitung des Weltvogelparks Walsrode, wo sie bis zu ihrem Wechsel nach Delitzsch arbeitete.

Jetzt blitzt in ihren Augen immer mal ein Funkeln auf, wenn sie über ihre neue Wirkungsstätte spricht. Den kleinen Zoo hat sie sich in letzter Zeit recht häufig angesehen, ist bestens im Bilde über die Anlage und auch über anstehende Aufgaben wie das Tiergartenentwicklungskonzept und die damit verbundenen Sparmaßnahmen. "Ich bin mit Besuchern ins Gespräch gekommen und sehr auffällig ist, dass die Delitzscher ihren Tiergarten sehr mögen und schätzen," so hofft sie auf viel Unterstützung für die Zukunft. Lage und Größe der Einrichtung seien perfekt, die Gehege schön angelegt. "Die Grundstruktur des Tiergartens hat mich sofort angesprochen". Darum hat sie auch noch keine konkreten Pläne gefasst, was sie als erstes großes Projekt angehen möchte oder ob und welche Gehege sie umgestalten will. "Ich will mir zunächst einen Überblick verschaffen und meine Kollegen besser kennenlernen, mich in alles einarbeiten. Als Besucher, so wie ich es bisher war, sieht man die Dinge ja noch anders. Jetzt will ich erst einmal loslegen", betont Julia Gottschlich, "die weiteren Schritte ergeben sich dann, das wird man sehen." Dass sie in einem kleinen Tiergarten nicht nur die Chefin am Schreibtisch, sondern auch mal die in der Futterküche oder die mit der Mistkarre sein wird, reizt sie gerade am neuen Job. "Zum einen freue ich mich auf die administrativen Aufgaben zum anderen steht es natürlich im Vordergrund einen interaktiven Tiergarten für Mensch und Tier zu schaffen. Ich möchte nicht nur im Büro sitzen."

Wie ihre Vorgängerin Katrin Ernst wird Julia Gottschlich dazu direkt im Tiergarten leben, 24 Stunden täglich, sieben Tage die Woche vor Ort sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.06.2013

Christine Jacob

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