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Delitzsch Ideenwettbewerb für neue Zoo-Cafeteria
Region Delitzsch Ideenwettbewerb für neue Zoo-Cafeteria
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15:55 19.05.2015
Die Cafeteria im Delitzscher Tiergarten ist auf schnelle Versorgung und Selbstbedienung ausgerichtet. Quelle: Kay Würker

Offen ist allerdings, wie genau das Angebot künftig aussehen wird. Doch Delitzschs Kulturamtsleiter Oliver Genzel ist zuversichtlich, viele Ideen auf den Tisch zu bekommen. Von drei Interessenten wisse er schon, mit mindestens einer Hand voll Bewerbern rechne er.

Ilona Sobotta, die bisherige Bewirtschafterin, wird an der Ausschreibung definitiv nicht teilnehmen, wenngleich sie dürfte. Das hatte sie im LVZ-Gespräch klargestellt (wir berichteten). Zum 31. Oktober wird die Kyhnaerin das Feld räumen. Sie könne die Kritik am Speisenangebot und dem Erscheinungsbild der Cafeteria nicht nachvollziehen. Zwölf Jahre lang sei das so in Ordnung gewesen, nun werde plötzlich anderes Mobiliar sowie frisches Fleisch auf der Karte erwartet, monierte die 54-Jährige.

Oliver Genzel distanziert sich von der Frischfleisch-Vorgabe: "Das habe ich nie geäußert. Ich weiß, wo die Grenzen der Gastronomie angesichts der baulichen Gegebenheiten sind." Die 2001 errichtete Cafeteria hat knapp zwölf Quadratmeter Küchenfläche und sechs Quadratmeter Lager. Eine Erweiterung des Objektes sieht Genzel in nächster Zeit nicht.

Trotzdem: "Man sollte nach zwölf Jahren schauen, was möglich ist, was sich verändern lässt, insbesondere vor dem Hintergrund des vom Stadtrat beschlossenen Tiergartenkonzeptes", betont der Kulturamtschef und denkt dabei durchaus an ein breiter gefächertes Speisenangebot. Die aktuelle Palette, die ausschließlich aus schnell zuzubereitenden Speisen wie Bockwurst, Schnitzel oder Pommes besteht, könne mit frisch angerichteten Mahlzeiten auf höherem Niveau ergänzt werden - "durchaus mit der Konsequenz eines höheren Preises und längerer Wartezeiten". Wo es angenehm sei zu verweilen, sei eine Wartezeit kein Problem. Doch dafür müsse auch über die Optik gesprochen werden. Oliver Genzel verweist auf den Tierpark Eilenburg, wo Korbmöbel angeschafft und eine Blockhütte errichtet wurde. Eilenburg sei ein gutes Beispiel für eine funktionierende Symbiose von Tierpark und gastronomischer Versorgung. "Auch in Delitzsch sollten Tiergarten und Cafeteria zusammenrücken - optisch sowie hinsichtlich des Angebotes. Die Gastronomie könnte sich in Veranstaltungen einbringen. Oder zum Beispiel mal eine Afrikawoche auf der Speisekarte umsetzen." In Frage zu stellen sei auch das generelle Selbstbedienungsprinzip. Der Gastraum biete Möglichkeiten für Service am Tisch.

Die Ausschreibung zur Neuverpachtung endet am 27. September, 12 Uhr. "Ich sehe es als Ideenwettbewerb, aus dem ansprechende Konzepte hervorgehen", so Genzel. Eine Auswahlkommission, unter anderem mit Tiergartenleitung, Stadtverwaltung und Stadträten, werde die Bewerbungen sichten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.09.2013

Kay Würker

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