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Delitzsch Im Barockschloss Delitzsch werden derzeit Erfindungen von Leonardo da Vinci gezeigt
Region Delitzsch Im Barockschloss Delitzsch werden derzeit Erfindungen von Leonardo da Vinci gezeigt
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06:00 11.03.2017
In der Leonardo-da-Vinci-Ausstellung im Delitzscher Schloss probiert Robert Bluhm (8) mit Oma Christel Bluhm ein Zahnradwelle mit Sperrhebel aus. Quelle: Wolfgang Sens
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Delitzsch

Rund 40 große Holzmodelle füllen derzeit gleich vier Ausstellungsräume im Museum Barockschloss Delitzsch. Sie zeigen Maschinen und Geräte, die nach Originalentwürfen von Leonardo da Vinci angefertigt worden sind. Sie sind Teil der neuen Sonderausstellung, die am Freitagnachmittag eröffnet worden ist. Sie ist dem 1452 in den Florentiner Bergen geborenen Universalgenie Leonardo da Vinci gewidmet. Die Schau liefert einerseits biografische Fakten über den italienischen Maler, Bildhauer, Architekten, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosophen, der als einer der berühmtesten Universalgelehrten aller Zeiten gilt, und sie hebt andererseits das wissenschaftliche Genie da Vincis hervor.

Die Exposition ist keine Eigenproduktion des Museums, sondern sie wird in Zusammenarbeit mit der Galerie-F GmbH – ExtraMax Art Exhihibions Kranenberg präsentiert. Diese hat die Ausstellung konzipiert und die Modelle bauen lassen. „Wir sind dankbar, dass wir sie in Delitzsch bis zum 4. Juni zeigen können“, sagt Jürgen Geisler. Der Museumschef hofft mit ihr auch überregional Interesse wecken zu können.

Skizzen und Modelle

Präsentiert werden Erfindungen von da Vinci in den Bereichen Mechanik, Hydraulik, Werkzeugmaschinen, Messgeräte, Militärtechnik und Fortbewegung. Die Großmodelle, die anhand von computeranimierten Originalskizzen maßstabsgetreu nachgebaut wurden, werden den technischen Skizzen Leonardo da Vincis gegenübergestellt.

Lange Zeit stellte sein Vermächtnis die Wissenschaft vor Rätsel, denn er ließ wichtige Details seiner Konstruktionen weg, baute absichtlich Fehler ein und schrieb seine Notizen in Spiegelschrift. „Ein solcher Fehler ist beispielsweise in den Aufzeichnungen zu dem Panzerwagen, der in der Ausstellung zu sehen ist, zu finden“, berichtet Kerstin Rupin-Friedrichs von der Firma Galerie-F, „vermutlich, weil er nicht jedem diese Kriegsmaschine in die Hände geben wollte.“

Exponate zum Ausprobieren

Besucher dürfen die Modelle nicht nur anschauen, sondern einige auch selbst ausprobieren. So sei für ganze Familien etwas zu entdecken, wobei Rupin-Friedrichs besonders auf das Flaschenzugsmodell verweist, an dem spürbar für jeden nachzuvollziehen ist, wie sich schwere Gewichte ohne großen Kraftaufwand heben lassen. „Es ist fantastisch, wie die Modelle die Funktionalität der Maschinen widerspiegeln“, schwärmt Museumsbesucher Gerd Koeppen aus Hannover, während er auf eine Zange zum Transportieren schwerer Gegenstände zeigt. „Solche Zangen werden heute noch benutzt“, weiß der Maschinenbauingenieur.

Für die Dauer der Ausstellung gelten gesonderte Eintrittspreise. Erwachsene zahlen 9,50 Euro (sonst 5 Euro), die ermäßigte Eintrittskarte kostet 6 Euro (sonst 2,50 Euro). Familienkarten sind für 22 Euro (sonst 12,50 Euro) zu haben und Gruppeneintritte (ab zehn Personen) erhöhen sich auf 8 Euro für Erwachsene sowie 2,50 Euro für Ermäßigte.

Familienführungen

Begleitend zur Ausstellung führt das Museumsteam immer sonntags um 11 Uhr (außer am 28. Mai) Familienführungen durch. In den Osterferien werden diese zusätzlich am 20. und 21. April ab 14 Uhr angeboten.

Von Thomas Steingen

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