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Im Bereich Unterer Bahnhof Delitzsch häufen sich Fälle von Kleinkriminalität

Ordnung und Sicherheit Im Bereich Unterer Bahnhof Delitzsch häufen sich Fälle von Kleinkriminalität

Der Untere Bahnhof in Delitzsch sowie die Eisenbahnstraße sind in der Loberstadt zu einem Schwerpunkt in Sachen Ordnung und Sicherheit geworden. Die meisten Delikte registriert die Polizei dort. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt, dem Bahnsicherheitsdienst und der Bundespolizei wird versucht gegenzusteuern.

Polizei und Stadtverwaltung bemängeln, dass abgestellte Fahrräder nicht ordentlich gesichert sind. Teils werden Schlösser verwendet, die Diebe leicht knacken können.

Quelle: Wolfgang Sens

Delitzsch. Der Untere Bahnhof und sein Umfeld sind in Delitzsch ein zentrale Ort, an dem viele Menschen aufeinandertreffen. Das geschieht nicht immer konfliktfrei. „Wir hatten seit 2016 im Bereich Bahnhof/Eisenbahnstraße zwar keine Fälle von Schwerstkriminalität, doch die Statistik weist 115 Vorfälle aus, wobei 52 Tatverdächtige ermittelt wurden, sodass wir dieses Areal als einen Schwerpunkt in Delitzsch betrachten“, sagt Klaus Kabelitz, Leiter des Delitzscher Polizeireviers.

Vor allem die Fahrraddiebstähle schlagen mit 47 Fällen stark zu Buche. Diesbezüglich setzt sich der im Vorjahr abzeichnende ansteigende Trend auch 2017 fort. Fünf Körperverletzungen, achtmal Diebstahl allgemein, Kfz-, Trunkenheits-, Drogen- und Graffitidelikte zählt Kabelitz weiter auf. Wobei zu vermuten sei, dass vor allem bei Drogen die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher liege. Hinzu kommen ein Fahrraddiebstahl sowie zwei Sachbeschädigungen auf dem Bahnhofsgelände, die in den Akten der Bundespolizei für das erste Quartal 2017 registriert sind.

Fahrradsicherung

Vorige Woche haben Mitarbeiter von Deutscher Bahn, Stadtverwaltung und Werbegemeinschaft mit einer konzertierten Aktion in Sachen Sauberkeit am Bahnhof ein Zeichen gesetzt. Auf die Häufung der Fahrraddiebstähle angesprochen, fordert der Delitzscher Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) von Radfahrern Eigenverantwortung. „Jeder ist selbst dafür zuständig, dass sein Eigentum richtig gesichert wird.“ Ein Rad mit einem billigen Schloss aus dem Supermarkt, das leicht zu knacken ist, anzuschließen, reiche nicht aus, argumentiert das Stadtoberhaupt. Auch die Polizei stellt häufig fest, dass Räder schlecht oder gar nicht gesichert sind.

Wie die Polizeibehörden weiter mitteilen, gebe es seit Anfang März Hinweise darauf, dass sich der Untere Bahnhof zu einem Treffpunkt für Jugendliche verschiedener Nationalitäten entwickelt. „Um das subjektive Sicherheitsgefühl der Reisenden zu stärken, wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn eine vermehrte Bestreifung zu Schwerpunktzeiten vereinbart“, teilt eine Sprecherin der Bundespolizei mit. Diese arbeite dabei eng mit ihren Partnern, Landespolizei und Bahnsicherheit, zusammen. Zu näheren taktischen Details macht die Bundespolizei keine Angaben.

Gemeinsame Streifen

„Bereits bewährt haben sich gemeinsame Streifen von Polizei und Ordnungsamt in der Eisenbahnstraße“, so der Leiter des Delitzscher Reviers. Ständig einen Streifenwagen am Bahnhof zu positionieren, sei nicht möglich. „Wir bemühen uns aber, an sich abzeichnenden Schwerpunktorten präsent zu sein. Dazu gehören der Wallgraben, Spielplätze und Gartenanlagen.“ Vor allem auf dem Roßplatz und am Wallgraben treffen sich in jüngster Zeit Jugendliche. Uwe Bernhardt, Fraktionsvorsitzender der Freie Wähler, fragte deshalb im Stadtrat nach, wie die Stadt als Ortspolizei mit dieser Situation umgehe, denn es sei Alkohol im Spiel und habe auch schon Personenschaden gegeben. Gemeinsam mit der Polizei sei man dran. Bei den Jugendlichen handele es sich nur zum Teil um Delitzscher. Erst habe sich die Gruppe in der Mauergasse getroffen, wo auch extremistische Lieder gesungen worden seien, informiert Wilde.

Von Thomas Steingen

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