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Delitzsch Im Delitzscher Süden kündigen sich städtebauliche Veränderungen an
Region Delitzsch Im Delitzscher Süden kündigen sich städtebauliche Veränderungen an
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00:18 12.05.2017
So könnte nach den Vorstellungen des Investors das Restaurant im Wasserturm einmal aussehen. Quelle: Denda-Architekten
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Delitzsch

Im Süden von Delitzsch kündigen sich links und rechts der Leipziger Straße weitreichende Veränderungen an. Das von Investor Tarik Wolf geplante Bauprojekt „Wasserturm“, für das der Stadtrat jüngst, wie berichtet, einstimmig die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans (B-Plan) beschlossen hat, ist nur ein Teil dieser. Umstrukturierungen zeichnen sich auch im Pep-Markt ab, zu denen der Betreiber derzeit keine Angaben macht. Auch auf dem Firmengelände von Selders werde sich einiges tun. So habe der Eigentümer den Abriss von zwei Gewächshäusern angekündigt, um weitere Parkplätze zu schaffen, informiert Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). Zentraler Punkt in den Umgestaltungsplänen ist neben dem Hotelprojekt aber der Ausbau der Leipziger Straße von der Kreuzung Kohl-/Holz-/Bismarck-/August-Bebel-Straße bis zur Kreuzung an der Shell-Tankstelle mit Fußweg und Radfahrstreifen. Zudem möchte die Stadt zusätzlich Abbiegespuren zu Pflanzen Richter und zum künftigen Hotelkomplex. Im Gespräch sei ebenfalls die Umgestaltung der Kreuzung Leipziger Straße/Bahnweg/Raiffeisenstraße zum Kreisverkehr. Die Gespräche mit dem Gartenverein und dem Kreisverband der Kleingärtner dazu waren seitens der Stadt bereits 2016 begonnen worden, als die Vorplanungen für den Ausbau der Leipziger Straße liefen. Laut Wilde wird es nun Ende Mai im Landesamt für Straßenbau und Verkehr einen weiteren Abstimmungstermin geben.

Plangebiet umfasst 2,5 Hektar

Auch deshalb umfasst der Geltungsbereich des B-Planes „Sondergebiet – Am Wasserturm“ eine Fläche von rund 2,5 Hektar. Darin eingebettet ist das zirka 1100 Quadratmeter große Areal rund um den Wasserturm, das sich im Eigentum des Investors befindet. Die restlichen Flächen sind städtisch und zum größten Teil an den Kleingartenverein verpachtet. Vorgesehen ist, die bebaubaren Flächen im B-Plan für Fremdenverkehr und Beherbergung auszuweisen.

Der Investor plant kurzfristig in einem ersten Bauabschnitt die Sanierung des im sehr schlechten baulichen Zustand befindlichen Wasserturms und den Anbau eines zweiflügeligen Hotels mit 63 Zimmern. Dafür muss laut Architekt Manfred Denda die Turmspitze mit dem Wasserbehälter abgetragen werden. „Anschließend wird der Turm nach alten Plänen wieder aufgebaut“, so Denda. In seinem Inneren ist in rund 29 Meter Höhe ein Restaurant mit Terrasse vorgesehen, sodass „der Turm nach Fertigstellung öffentlich zugängig wird“, kündigt der Architekt an. In direkter Nähe soll am Wasserturm eine Grünanlage mit einem weiteren Restaurant entstehen. In einem späteren Bauabschnitt ist unter anderem die Errichtung einer weiteren Beherbergungsstätte an der Leipziger Straße sowie eines neuen Vereinsheims für die Kleingartenanlage „Am Wasserturm“ geplant.

Beteiligung der Betroffenen

Für den Kleingartenverein bedeuten die Bauvorhaben, dass die Pachtverträge für die Gärten der ersten Reihe an der Leipziger Straße gekündigt werden müssen. Laut Vorstand sind die Pächter informiert. Sie sollen nach den Vorgaben des Bundeskleingartengesetzes entschädigt werden. Nach dem Stadtratsbeschluss muss nun der B-Plan im Detail erarbeitet werden. Dabei hat der Investor auch die Rechte Dritte zu berücksichtigen. Im Genehmigungsverfahren können Betroffene danach Bedenken und Stellungnahmen einbringen.

Von Thomas Steingen

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