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Delitzsch Im Delitzscher Tiergarten zieht es derzeit viele Arten in die wärmenden Ställe
Region Delitzsch Im Delitzscher Tiergarten zieht es derzeit viele Arten in die wärmenden Ställe
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16:44 27.11.2016
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Delitzsch

Nicht nur die Servicegesellschaft der Stadt ist personell und technisch auf die kalte Jahreszeit eingestellt, auch in Delitzschs beliebtester Freizeiteinrichtung, dem Tiergarten – aktuell rund 55 000 Besucher in diesem Jahr – sei man auf den herannahenden Winter bestens vorbereitet, teilt die Stadtverwaltung mit. Trampeltiere, Alpakas und Mähnenspringer sind die „winterharten“ Arten im Tiergarten. „Bei einigen Tieren müssen wir aber improvisieren, damit sich alle wohlfühlen“, erklärt Tiergarten-Leiterin Julia Gottschlich. „Vor allem die Südamerikaner und die Afrikaner, wie Affen, Zebras und Antilopen, mögen nasskaltes Wetter überhaupt nicht.“ Diese Tiere klopfen als erste im Spätherbst an der Stalltür an und suchen vermehrt das Innere. Dort kann bei Frost notfalls geheizt werden. In erster Linie werde aber mit einer dicken Strohschicht gedämmt und gewärmt. Einige der Tiergarten-Bewohner, wie Kängurus und Erdmännchen, kuscheln sich bei Kälte zusammen und andere schlagen bei der täglichen Fütterung richtig zu, um sich eine Speckschicht für den Winter anzufressen. Dagegen wird bei Leopardgecko und Bartagame die Fütterung verringert und schließlich ganz eingestellt. Diese beiden Reptilienarten fallen bei auf 15 Grad Celsius abgesenkter Temperatur für rund zwei Monate in eine Winterruhe. Klassischen Winterschlaf hält im Delitzscher Heimatzoo niemand. Zwar sind die beiden Bären Susi und Knicki inaktiver als im Rest des Jahres, sie lassen sich aber durchaus auch im Freigehege sehen.

Wegen der kursierenden Vogelgrippe gilt derzeit auch im Delitzscher Tiergarten für Vögel die Stallpflicht. Deshalb sind Tiere wie Kronenkranich, Pfau oder Flamingo derzeit nicht im Freien anzutreffen. Wie es konkret weitergeht, nachdem in der Loberstadt der erste Fall von Vogelgrippe nachgewiesen ist, klärt sich noch. Ganz verzichten müssen Besucher auf die gefiederten und jene Tiere, die im Winter die Ställe bevorzugen, jedoch nicht, denn an mehreren Stellen erleichtern Glasscheiben die Tierbeobachtung. So können Flamingos, Nasenbären oder Schweine ständig betrachtet werden.

Und auch an die Besucher wird in der kalten Jahreszeit gedacht. Weil die Cafeteria geschlossen ist, wird zum Aufwärmen zumindest an den Wochenenden heiße Suppe und Kaffee angeboten, denn dann sind Gulaschkanone oder Grill vor Ort. Geöffnet ist der Tiergarten täglich von 9 bis 16 Uhr.

Von Thomas Steingen

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