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Delitzsch Im Freibad das Beste aus dem Sommer gemacht
Region Delitzsch Im Freibad das Beste aus dem Sommer gemacht
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15:34 23.09.2010
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. „Nur in wirklich heißen und langen Sommern hatten wir bisher mehr Gäste", stellte Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos) zufrieden fest. Zudem gab es keine größeren Unfälle. Die Anlage sei ohne gravierende technische Probleme gelaufen.

Für die tolle Arbeit, die dahintersteckt, dafür bedankte sich Schöne am Ende der Saison bei dem Team um Schwimmmeister Uwe Meißner. Zu diesem gehören vier Schwimmmeistern, zwei Kassierer und ein Animateur. Dabei war der Auftakt in die Saison durchaus einer mit Hindernissen. Erst Mitte April begann der Bau der Außenmauer. Längere Schlechtwetterphasen und Vermessungsprobleme wegen herausgezogener beziehungsweise umgesteckter Pfähle verzögerten den Bau. „Mit der Folge, dass wir am ersten Juniwochenende noch 40 Zentimeter tiefe und drei Meter breite Schlamm- und Fahrspuren hatten", so Meißner. Eine Schönwetterphase wäre in dieser Zeit für das Freibad einer Katastrophe gleichgekommen.

Dennoch gab es auch schon im Frühsommer zumindest einige Stammgäste. Einer von ihnen ist Jutta Heiland. „Bei 14 Grad Celsius Wassertemperatur war es mir im Mai noch zu kalt. Doch bei 16/17 Grad Anfang Juni bin ich dann täglich meine Bahnen geschwommen." Täglich, wenn man den einen Tag Fremdschwimmen in Eilenburg absieht, habe sie das bis zum Schließtag am Sonntag durchgezogen. Dass sie dabei auf eine Gesamtstrecke von 350 Kilometern kam, macht sie, die in den 1960-er Jahren im Delitzscher Bad das Schwimmen gelernt hat, auch ein bisschen stolz. Seit acht Jahren ist sie nun regelmäßig hier. „Das Team hat ein Lob verdient. Hier ist es immer sauber und alle sind freundlich." Eine Schwimmhalle wäre für sie natürlich ideal, „doch vielleicht könnte man zumindest das Wasser mit Sonnenkollektoren aufheizen", hat sie aber auch eine Anregung.

Dass sie viel Positives in ihrem Amt in Sachen Freibad zu hören bekam, das konnte auch die zuständige Amtsleiterin Eva Siegel-Rudolph bestätigten. Sehr gut angekommen sei die erstmals besetzte Animateur-ABM-Stelle, für deren Neuauflage sich nun alle Beteiligten stark machen wollen. Uwe Meißner hatte auch dafür ein paar Zahlen parat. An 31 Tagen gab es Wasserhochsprung, an 16 Tagen Wasserball, an 18 Tagen Unterwasserrugby und an fünf Tagen Wasservolleyball. Immerhin 1750 Kinder und Jugendliche, das sind fünf Prozent der Badegäste, waren so involviert. Da Jugendliche das Bad auch nutzen würden, um Frust abzubauen, sei dies „knallharte Sozialarbeit", lobte Thorsten Schöne. Er bestärkte das Freibadteam darin, bei Schwimmkursen und Kindergeburtstagen weiter zu machen. Immerhin haben im vergangenen Jahr 25 Mädchen und Jungen das Schwimmen gelernt. 57 legten eine Prüfung ab. Die Kindergeburtstage kämen zunehmend an. Regentage wurden dazu genutzt, einen Raum entsprechend herzurichten.

Natürlich nutzte Uwe Meißner die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass an dem Becken dringend was gemacht werden muss. Auch über ein Ein-Meter-Brett wurde gesprochen. Thorsten Schöne nahm diese Wünsche auf, ohne diesbezüglich was versprechen zu können. Doch dafür gab es eine nicht minder wichtige Zusicherung: Am Eintrittspreis von zwei Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Ermäßigungsberechtigte soll nicht gerüttelt werden.

Ilka Fischer

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