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Delitzsch Im Unteren Leinetal klettern Gebühren ganz nach oben
Region Delitzsch Im Unteren Leinetal klettern Gebühren ganz nach oben
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17:00 26.01.2010
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Löbnitz/Schönwölkau

  In parallelen Sitzungen sprachen sich die Gemeinderäte mehrheitlich und mit Bauchschmerzen für ein Gebührenmodell aus, mit dem sich diese Orte sachsenweit an die Spitze katapultieren. In Löbnitz stimmten neun Räte mit Ja und sechs mit Nein, im Schönwölkauer Ortsteil Lindenhayn votierten bei einer Enthaltung elf mit Ja und vier mit Nein. Die Bürgermeister Axel Wohlschläger (CDU) und Volker Tiefensee (CDU) wurden zudem mehrheitlich ermächtigt, am 3. Februar als Stimmführer in der Verbandsversammlung zu handeln. Damit haben die Meinungen der jeweils drei anderen Verbandsräte aus diesen Gemeinden dann keinerlei Auswirkungen. Eine vierköpfige Musterfamilie, bei der 100 Kubikmeter Abwasser im Jahr anfallen, hat danach statt bisher 410Euro bei einem Vollanschluss nun rund 670 Euro (inklusive einer Niederschlagsgebühr für 80 Quadratmeter zu versiegelnder Fläche) zu zahlen. Konkret fällt neben einer monatlichen Grundgebühr in Höhe von 17,37 Euro 4,40 Euro Mengengebühr je Kubikmeter an. Bei einem Teilanschluss sind neben 3,82 Euro monatlicher Grundgebühr zusätzlich 4,04 Euro je Kubikmeter Abwasser zu berappen. Damit muss eine Familie im Unteren Leinetal mit vollem Anschluss an die öffentliche Kanalisation beispielsweise mehr als doppelt so tief in die Tasche greifen wie die in Bad Düben, wo der Zweckverband Abwassergruppe Dübener Heide (ZAWDH) entsorgt. Im Verbandsgebiet des ZAWDH, der im vergangenen Sommer die Betriebsführung im Unteren Leinetal übernommen hat, bezahlt der gleiche Haushalt nur knapp 300 Euro. Dennoch sahen die Schönwölkauer und Löbnitzer keine andere Chance, um den mit über fünf Millionen Euro verschuldeten Verband aus der Schieflage aufzurichten. Eine bis zuletzt diskutierte gemäßigtere Variante, die der Musterfamilie 40 Euro im Jahr gespart hätte, fand keine Mehrheit. Insbesondere Schönwölkau hatte in einer gemeinsamen geschlossenen Sitzung beider Gemeinden am vergangenen Donnerstag signalisiert, dass die Kommune diese Mehrkosten nicht auffangen könne. Auch so sind die Gemeinden für die in den vergangenen Jahren aufgelaufenen Defizite mit im Boot. Dabei stehen jeweils sechsstellige Beträge im Raum.  

Ilka Fischer

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