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Immer mehr Rückenprobleme - Delitzscher Klinik rüstet auf

Immer mehr Rückenprobleme - Delitzscher Klinik rüstet auf

Rückenschmerz gilt als eine der häufigsten Volkskrankheiten. Laut des aktuellen Krankenhausreports der Barmer GEK, der am vergangenen Dienstag vorgestellt wurde, ist zwischen 2006 und 2014 die Zahl der Patienten, die wegen Rückenschmerzen eine Klinik aufsuchten, von 282 000 auf 415 000 in Deutschland gestiegen.

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Quelle: Wolfgang Sens

Delitzsch. Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems waren 2012 der häufigste Grund für eine Arbeitsunfähigkeit, stellte der Gesundheitsreport 2013 der Betriebskrankenkassen fest. Etwa die Hälfte dieser Erkrankungen entstand durch Rückenschmerzen.

Dieser Trend und die Spezialisierung in der Medizin waren Gründe, warum in der Delitzscher Klinik der Kreiskrankenhaus GmbH am 1. September 2013 unter dem Dach der Chirurgie eine eigenständige Abteilung Wirbelsäulenerkrankungen und spezielle Endoprothetik eröffnet wurde. Damit verschärfte die Klinik nicht nur ihr Profil, sondern bietet seitdem neben der Grundversorgung spezielle Leistungen, die sie überregional auszeichnet, denn Endoprothetik könne nicht jeder, so der ärztliche Direktor Dr. Sigurd Hanke. Und weil die Spezialisierung nicht nur in seinem Haus, sondern allgemein weiter voranschreite, fiel nun die Entscheidung diese Abteilung in einen Chefarztbereich umzuwandeln, den, wie berichtet, ab 1. September Chefarzt Thomas Fischer leitet.

Wie zuvor die Abteilung befindet sich der neue Chefarztbereich auf Station zwei. Dort arbeiten drei Ärzte, denen zwölf Betten zur Verfügung stehen. Behandelt werden Patienten mit Wirbelsäulenerkrankungen, die hier, wie Fischer unterstreicht, erste Hilfe erfahren. "Etwa zwei Drittel unserer Patienten werden konservativ behandelt. So werden die Schmerzen gelindert und der Patient kann aktiv Physiotherapie betreiben." Einen guten Partner fanden die Ärzte in den Kolleginnen der physiotherapeutischen Abteilung der Klinik. Bald stellte sich in der täglichen Praxis aber auch heraus, dass nicht alle Patienten erfolgreich konservativ behandelt werden können, sondern operativ versorgt werden müssten. Folglich wuchs neben der steigenden Anzahl der stationär-konservativ behandelten Patienten auch die Anzahl der Operationen. Deshalb investierte die Klinik rund 300 000 Euro in Medizintechnik (OP-Mikroskop, spezieller OP-Tisch und Instrumente). Laut Fischer kann sein Bereich heute auf einen stabilen Patientenkreis von rund 500 Personen im Jahr bauen. Auch an Osteoporose (Knochenschwund) Erkrankte würden behandelt, erhalten bei ihm die primär medikamentöse Einstellung.

Das zweite Fachgebiet dieses Chefarztbereiches ist die spezielle Endoprothetik, die sich neben der Erstimplantation vor allem mit dem Wechsel von künstlichen Hüft- und Kniegelenken beschäftigt. Nicht selten müssen solche Wechsel nach zirka 15 Jahren vorgenommen werden. "In dieser Beziehung verstehen wir uns nicht etwa als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den Kollegen der Unfallchirurgie im Haus", sagt Thomas Fischer.

Montags und donnerstags halten die Wirbelsäulenspezialisten in Delitzsch und dienstags in der Eilenburger Klinik spezielle Sprechstunden ab. Was den vorherigen Besuch des Hausarztes nicht ersetzt. "Unsere Sprechstunde ist eine Beratungssprechstunde", stellt der medizinische Direktor klar. "Denn wir haben viele bereits ausdiagnostizierte Patienten, die eine Zweitmeinung wünschen", ergänzt Chefarzt Fischer. Deshalb legen die beiden Mediziner auf eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Hausärzten und Fachkollegen viel Wert. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.08.2015
Thomas Steingen

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