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In Benndorf stehen Stoppschilder auf der falschen Seite

Kurioses In Benndorf stehen Stoppschilder auf der falschen Seite

Wer soll hier stoppen? Kraftfahrzeuge dürfen diese Kreuzung am Neuhauser See in Benndorf nicht überqueren. Zudem stehen die Verkehrsschilder nicht rechtsseitig der Straße, wie es die Straßenverkehrsordnung fordert, sondern links. Die Bundeswehr will nachbessern.

An der Schranke ist für Kraftfahrzeuge Schluss. Dennoch steht wenige Meter weiter noch ein Stoppschild.

Quelle: Thomas Steingen

Benndorf. Folgt man der Paupitzscher Straße in Benndorf in Richtung Neuhauser See kreuzt unmittelbar nach dem Parkplatz an der Grenze zum Standortübungsplatz der Bundeswehr eine Straße. Diese führt ins Übungsgelände. Eine Halbschranke verhindert Kraftfahrzeugen die Weiterfahrt. Fußgänger und Radfahrer dürfen diese Bundeswehrstraße jedoch überqueren, um den Wanderweg ins Goitzsche-Gebiet zu erreichen. Allerdings zwingen zwei Verkehrsschilder auch Radfahrer zum Stoppen. Unserem Leser Jürgen Stiller aus Döbernitz ist dabei etwas Merkwürdiges aufgefallen, denn das Stoppschild steht linksseitig der Paupitzscher Straße beziehungsweise des Radweges vom See kommend.

„Kurios oder unberechtigt?“, fragt deshalb unser Leser. „Hat sich hier die Bundeswehr eigenmächtig Vorfahrt gewährt? Normalerweise stehen die Verkehrszeichen rechtsseitig, und zum anderen glaube ich nicht an einer Stoppstraßenregelung für Fahrradwege“, schreibt er in einer E-Mail an die LVZ.

Mindestens in einem Punkt hat unser Leser Recht, denn die Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (StVO) besagt im Paragrafen 39: „Verkehrszeichen sind gut sichtbar in etwa rechtem Winkel zur Fahrbahn rechts daneben anzubringen.“ Eigenmächtig hat sich die Bundeswehr jedoch nicht Vorfahrt verschafft, denn die Straße gehört zum Standortübungsplatz. Somit ist die Bundeswehr auch für die Beschilderung zuständig. Auf Anfrage räumt sie ein, dass die Schilder nicht korrekt laut StVO aufgestellt worden seien. Offenbar sind die Stoppschilder nach dem Ausbau der Bundeswehrstraße nachträglich an die bereits länger vorhandenen Verbotsschilder angebracht worden. Die Bundeswehr kündigt an, die Schilder ab der kommenden Woche entsprechend der StVO versetzen zu wollen.

Ob Stopp-Schilder an dieser Stelle überhaupt erforderlich sind, darf jedoch hinterfragt werden, weil ja nur Fußgänger und Radfahrer die Bundeswehrstraße kreuzen dürfen.

Von Thomas Steingen

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