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Delitzsch In Delitzsch läuft’s, in Rackwitz nicht: Konsum-Filiale steht unter Beobachtung
Region Delitzsch In Delitzsch läuft’s, in Rackwitz nicht: Konsum-Filiale steht unter Beobachtung
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06:00 03.01.2017
Marktleiterin Karla Bredernitz (rechts) legt Wert auf zufriedene Kunden. Im Delitzscher Osten sind das vor allem ältere Bürger, die den Konsum nicht missen möchten. Quelle: Wolfgang Sens
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Delitzsch/Rackwitz

Die Stadt Delitzsch ist mit Einkaufsmärkten gut bestückt. Mehrere Nettomärkte, Rewe, Kaufland, Lidl, Aldi, Norma, Penny und drei Konsumfilialen wetteifern um Kunden. Wie kann der Konsum mit seinen relativ kleinen Filialen mithalten? Wie sicher sind die Konsumläden in der Region? Diese Frage drängt sich auf, nachdem in Rackwitz Gerüchte die Runde machten, dass der dortige Konsum schließe. „Auch wenn der Konsum Leipzig als Genossenschaft nicht primär gewinngetrieben handelt, ist dennoch eine Gesamtprofitabilität des Unternehmens unverzichtbar, um langfristig Arbeitsplätze zu erhalten, neue zu schaffen und sich in der Region sozial zu engagieren. Daher müssen wir unser Filialnetz von Zeit zu Zeit auf seine Wirtschaftlichkeit hin überprüfen, so auch am Standort Rackwitz“, erklärt Matthias Benz, Abteilungsleiter Marketingkommunikation. Dort sieht sich der Konsum der Konkurrenz zweier Discounter ausgesetzt und begründet damit seine Umsatzrückgänge. Seither steht die Rackwitzer Filiale unter Beobachtung, wird bei einem weiteren defizitären Betrieb eine Schließung nicht ausgeschlossen.

Wirtschaftlicher Betrieb ist Grundvoraussetzung

Der Konsum Leipzig betreibt aktuell 69 Filialen, davon 64 in Sachsen, 2 in Sachsen-Anhalt und 3 in Thüringen. Für alle gelte, dass sie fortlaufend in ihrer Wettbewerbsfähigkeit beobachtet würden. „Unabhängig davon, ob sich ein Standort im innerstädtischen oder ländlichen Bereich befindet, ist ein wirtschaftlicher Betrieb Grundvoraussetzung für eine Fortführung. Ebenfalls machen wir keinerlei Unterscheidung zwischen kleinen und großen Filialen, solange ein positives Ergebnis erwirtschaftet wird. Insofern gibt es keine Grundsatzentscheidung für oder gegen bestimmte Lagen – es wird immer der Einzelfall betrachtet“, so Benz weiter.

Für die Filialen im Altkreis Delitzsch gebe es derzeit keine konkreten Schließungspläne. „Es lässt sich aber feststellen, dass vor allem die drei Filialen in Delitzsch wirtschaftlich solide dastehen und wir mit der Entwicklung sehr zufrieden sind. Zudem möchten wir in der Region weiter präsent sein.“

Bei älteren Menschen beliebt

Darauf hoffen vor allem im Delitzscher Osten viele ältere Menschen, für die der Konsum in der Beerendorfer Straße ein wichtiger Anlaufpunkt ist. „Auf den Konsum können wir nicht verzichten. Hier gibt es nichts anderes, und der Netto ist für mich zu weit entfernt“, sagt Rentnerin Ruth Dittmeyer. Im Konsum findet sie, was sie braucht und auch die Preise seien in Ordnung. „Vielleicht ist mancher Artikel etwas teurer als anderswo, aber dafür finde ich hier Qualität und Service vor. Ich komme mindestens jeden zweiten Tag hierher und werde mit meinem Namen von den Verkäuferinnen begrüßt“, weiß Elke Stößer zu berichten. Beide Seniorinnen schätzen, dass es im Markt eine Frischetheke mit Fleisch und Wurstwaren gibt. Und für Elke Stößer ist auch das soziale Umfeld wichtig. Am Konsum trifft sie Bekannte und macht gern auch „ein Schwätzchen“, erzählt sie.

Die zentrale Lage sei für die älteren Menschen, die zirka 60 Prozent der Kundschaft ausmachen, ein Vorteil, sagt Marktleiterin Karla Bredernitz. Aber auch der Servicegedanke und in der Freundlichkeit ihrer Mitarbeiter sieht sie Gründe, warum sich der Konsum am Standort seit Jahren behauptet, während der ehemalige Edeka-Markt gegenüber nach dem Aldi-Auszug wieder auf eine Nachnutzung wartet.

Von Thomas Steingen

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