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Delitzsch In Delitzsch werden alle Namensplatten gewechselt
Region Delitzsch In Delitzsch werden alle Namensplatten gewechselt
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00:21 01.09.2017
Das sowjetische Ehrenmal auf dem Gelände des städtischen Friedhofes in Delitzsch. Hier werden die Namensplatten komplett erneuert. Quelle: Alexander Prautzsch
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Delitzsch

Auf dem Delitzscher Friedhof sind in der Zeit von 1942 bis 1945 deutlich mehr sowjetische Staatsangehörige beigesetzt worden als bislang bekannt war. Diese Zahl wurde von der russischen Botschaft, dort gibt es eine Abteilung für Kriegsgräber und Gedenkarbeit, jetzt von 140 auf 170 nach oben korrigiert.

Neue Zahlen aus Archiven

Die Botschaft begründete die neuen Zahlen mit der Öffnung von Archiven und deren Auswertung. Demnach konnten mehr gefallene Soldaten, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene aus der ehemaligen Union der Sowjetrepubliken ermittelt werden, die auf dem städtischen Friedhof beigesetzt wurden. Zudem bemängelten Mitglieder der Botschaft falsche Schreibweisen der Namen. Um die Korrekturen vorzunehmen, werden die gesamten Kriegsgräberplatten erneuert. Einem entsprechenden Auftrag stimmte der Technische Ausschuss des Stadtrates einstimmig zu.

29 000 Euro für neue Platten

Die Arbeiten haben ein Investitionsvolumen von rund 29 000 Euro und sollen im vierten Quartal dieses Jahren abgeschlossen werden. Der gesamte Betrag wird von der Landesdirektion Leipzig gefördert. Die Stadtverwaltung Delitzsch schrieb die Arbeiten aus und beauftragte das Unternehmen mit dem wirtschaftlichsten Angebot. Die bereits vorhandenen Platten erneut zu nutzen und sie nur zu überarbeiten, wäre wirtschaftlich vertretbar gewesen.

1200 Buchstaben

Um die Namen zu korrigieren und neue hinzufügen, müssen etwa 1200 Buchstaben in den Stein gebracht und alle Platten gewechselt werden.

Von Ditmar Wohlgemuth

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