Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch In Delitzscher Otto-von-Guericke-Straße wuchert Unkraut statt Rasen
Region Delitzsch In Delitzscher Otto-von-Guericke-Straße wuchert Unkraut statt Rasen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 13.08.2017
Nach dem Abriss des Blocks in der Otto-von-Guericke-Straße 1-11 wuchs nicht der erhoffte Rasen. Quelle: Manuel Niemann
Anzeige
Delitzsch

Wenn Gerd Reiche im Delitzscher Norden von seinem Balkon blickt, sieht er nichts als Wildnis. Dabei sollte dort, wo noch am Jahresende 2016 ein weiterer Wohnblock in den Himmel ragte, inzwischen gepflegtes Grün sprießen. Die Wohnungsbaugenossenschaft „Aufbau“ hatte in der Otto-von-Guericke-Straße 1-11 abgerissen, um ihren Leerstand zu verringern. „Die gewonnene Freifläche sollte mit Mutterboden verfüllt und Rasen angesät werden“, beschreibt Reiche. „Nur war der eingesetzte Mutterboden nicht dafür geeignet, auch nur einen Halm Rasen sprießen zu lassen“, sagt er. Er habe lange bei den Kreiswerken gearbeitet, daher urteilt er, was hier aufgefahren wurde, sei lediglich Bodenaushub gewesen. Nun schwele schon monatelang zwischen Wohnungsbaugenossenschaft und dem ausführenden Unternehmen ein Streit, während das Unkraut ungehindert weiter wachse. Anette Bialas (ehemals Pittschaft), Geschäftsführerin der Wohnungsbaugenossenschaft, bestätigt dies auf Anfrage. In der Tat befinde sich der nichtkommunale Vermieter im Clinch mit dem beauftragten Abrissunternehmen.

Es wächst kein Rasen

Die Rasenaussaat sei normal ausgeschrieben gewesen. Sie habe sich selbst vor Ort eine Bild gemacht: „Es wächst kein Rasen.“ Nicht ganz richtig sei, dass die Fläche mehrere Monate wild wachse. Im Juli wurde sie gemäht, allerdings halte sich die Genossenschaft mit Maßnahmen zurück, da die Gespräche mit der Abrissfirma noch laufen und man die eigenen Ansprüche nicht verwirken möchte. Von der Endsumme habe die Genossenschaft etwas einbehalten, aber das decke die Kosten nicht. Sollte im ungünstigsten Fall die Fläche erneut bearbeitet werden müssen, stehe eine hohe vierstellige Summe im Raum. Das habe sie auch den Anwohnern bereits mitgeteilt, deren Unmut sie verstehen könne. „Ich habe das auch noch nicht erlebt“, obwohl sie bereits mehrere Abrisse begleitet habe. Viele, so sagt Bialas, seien der Meinung, dass der aufgebrachte Mutterboten keiner gewesen sei. Sie hofft, dass die in dieser Woche laufenden Gespräche zu einem Ergebnis führen und die Fläche nicht erst ein Fall für Anwälte wird.

Von Manuel Niemann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zwar ist im Delitzscher Tiergarten erneut die Nachzucht der Südafrika-Kronenkraniche gelungen, doch reibungslos hat es nicht geklappt. Um einen Nachzügler kümmern sich die Eltern nicht, weshalb das Küken nun von Menschen aufgezogen werden muss. Es ist nicht das einzige Sorgenkind.

10.08.2017

Hier ist mal eine Schraube locker, da ein Wasserhahn undicht, die Hecke ist zu verschneiden und irgendwer hat garantiert was auf dem Herzen. Wer ist in solchen Lebenslagen da? Der Hausmeister. Zumindest die der WGD in Delitzsch, drei von ihnen schon ein Vierteljahrhundert

10.08.2017

Am Mittwochabend folgten etwa 120 Gäste der Einladung der Sächsischen Staatsregierung zur Dialogveranstaltung in Wurzen. Einwohner der Landkreise Leipzig und Nordsachsen waren aufgerufen, sich mit ihren Ideen, Vorstellungen und Lösungsvorschlägen zu vier Schwerpunkten des öffentlichen Lebens im Freistaat einzubringen.

11.08.2017
Anzeige