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Delitzsch In Hohenossig befürchten Anwohner Belästigungen durch geplante Siebanlage
Region Delitzsch In Hohenossig befürchten Anwohner Belästigungen durch geplante Siebanlage
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09:34 08.03.2016
Einfahrt zum Gelände der Firma Straßen- und Tiefbau Eilenburg im Gewerbegebiet „Zur Klause“ in Hohenossig. Hinter der Halle soll eine Siebanlage aufgestellt werden. Quelle: Thomas Steingen
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Hohenossig

Die Firma Straßen- und Tiefbau Eilenburg GmbH möchte auf ihrem Gelände im Gewerbegebiet „Zur Klause“ in Hohenossig eine Anlage zur Behandlung und Lagerung nicht gefährlicher Abfälle betreiben. Dafür ist ein Genehmigungsverfahren nach Bundes-Immissionsschutzgesetz erforderlich. Dieses hat das Unternehmen beim zuständigen Umweltamt des Landkreises Nordsachsen beantragt.

Während die Gemeinde Krostitz zu einer Stellungnahme zu dem Vorhaben aufgefordert ist, regt sich im Ort Widerstand gegen die Pläne. So befürchten einige Bürger Lärm- und Staubbelästigungen durch den Betrieb der Anlage. Dies brachten sie in der jüngsten Gemeinderatssitzung, in der die Stellungnahme der Kommune Thema war, zum Ausdruck.

Ohne Verfahren ohne Bürgerbeteiligung

Die Hohenossigerin Viola Sachse kritisierte zudem, dass die Bürger nicht in das Genehmigungsverfahren einbezogen würden. Bürgermeister Wolfgang Frauendorf (CDU) kann das erklären: „Eine Öffentlichkeitsbeteiligung in diesem Verfahren ist nicht notwendig, weil es für das Gewerbegebiet „Zur Klause“ einen genehmigten Bebauungsplan gibt. Dieser legt fest, was dort in welcher Form zulässig ist und was nicht.“

In ihrer Stellungsnahme weist die Gemeinde darauf hin, dass es sich um ein eingeschränktes Gewerbegebiet handelt. Zum Schutz der angrenzenden Mischgebiete der Ortslage und der Kleingartenanlage sind Geräusch- und Emissions-Grenzwerte festgelegt, die zwingend einzuhalten sind. „Das Unternehmen muss im Genehmigungsverfahren nachweisen, dass Emissionen des Betriebes wie Lärm, Staub, Schadstoffe oder Gerüche die zulässigen Immissionsschutzwerte in den angrenzenden Gebieten nicht überschreiten“, so Frauendorf weiter. Des Weiteren sei festgelegt, das Lkw das Betriebsgelände nur über die Straße „Zur Klause“ via Gewerbegebiet „Im Mittelfeld“ anfahren dürfen. Die Straßen „Dorfmitte“ und „Südstraße“ im Ort bleiben für Lkw gesperrt.

Faires Miteinander

Am Standort Hohenossig will die Firma Straßen- und Tiefbau Eilenburg neben der zeitweiligen Zwischenlagerung von Böden und Steinen, diese in einer Siebanlage auch behandeln. Die Anlage soll auf der dem Ort abgewandten Seite des Geländes (Osten) hinter der bestehenden Halle betrieben werden. Als maximale Umschlagsmenge gibt das Unternehmen täglich 150 Tonnen an. Auf dem Gelände sollen zudem Baumaschinen abgestellt und -material zwischengelagert werden. Der unmittelbar an das Betriebsgelände angrenzende Kleingartenverein hat mit diesen Plänen keine Probleme. „Wir pflegen ein faires Miteinander“, sagt Vereinsvorsitzender Bernd Iser. Die Firma habe den Gartenfreunden sogar ein Stück ihrer Fläche zum Parken zur Verfügung gestellt.

Von Thomas Steingen

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