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In Krostitz kämpfen starke Männer im Kilt um den Sieg

Wettkampf In Krostitz kämpfen starke Männer im Kilt um den Sieg

Seit drei Jahren kommt der Keltische Abend, wie er zunächst hieß, nun als Krostitzer Treiben groß raus: Neben Kiltträgern und ihrem Sport auf dem Rasen, sind auch die anderen Abteilungen des Krostitzer Sportvereins einbezogen.

Das Teilnehmerfeld am Start und zur Siegerehrung.

Quelle: Manuel Niemann

Krostitz. Stefan Kolitsch lupft ein wenig seinen Kilt, dann geht er leicht in die Hocke und schwingt das 20-Kilo-Gewicht zwischen den Beinen. Mit dem Schwung und einer gleichzeitigen Aufwärtsbewegung wie bei einem Bocksprung entlässt er das Gewicht. Das Metall saust nach oben und passiert letztlich die 4,80 Meter, die eine Stange über ihm markiert. Nur leicht hinter ihm und seinem Rücken schlägt es wieder in den Boden ein.

Analog wie beim Hochsprung ist es beim Gewichthochwurf möglich zu reißen. Es ist eine der fünf Disziplinen, die es bei den 11. Highland Games in Krostitz zu meistern galt. Kolitsch ist 40 und verglichen mit dem anderen Starterfeld, das sich am Samstag beim Krostitzer Treiben mühte, hochdekoriert: 2015 war er Deutscher Meister und Champion der German Highland Games Federation. Bei den Highland Games im schottischen Cowal kam er auf den vierten Platz, auch durch seine Paradedisziplin: Tossing the Caber. Dabei gilt es, einen 80 Kilogramm schweren Stamm auszuheben, wegzustoßen und zum Überschlag zu bringen. Das Gewicht allein ist nicht die Tücke, sondern die Hebelwirkung, die in dem kurzen Moment auf der Schulter der Athleten lastet, wenn sie den Stamm ausheben.

Auf der Stelle tippelnd, die Balance mit dem Baum suchend oder auch Zwölfeinhalb-Kilo-Gewicht beim Weitwurf um die eigene Achse drehend, hat der keltisch-germanische Rasensport etwas von einem brachialen Ballett. Das zieht an: Ein Vater wettet mit seinen Kindern, wie oft es den Wettkämpfern gelingt, den riesigen 150-Kilo-Reifen innerhalb einer Minute zu wenden. Rentner fiebern mit, ob der gestoßene Baum sich doch noch überschlägt. Den Krostitzer Clan der Beserker hat dieser Erfolg überrascht, der Leute zu Tausenden von Nah und Fern in die sportbegeisterte Gemeinde zieht.

Auch der Döbelner Stefan Kolitsch vom Clan der Wild Boars ist schon mehrfach hier gewesen. Am Ende wird er hinter Felix Lindner und vor Robin Lerch Zweiter. Aber darum gehe es weniger, er mache hier mit „aus Spaß an der Freude und ich bin mit Oli jetzt schon Jahre befreundet“.

Oliver Kläring ist seit 2007 der Clan Chief der 15 Mitglieder des Clans der Beserker. Er moderiert die Veranstaltung, bei der Namensgebung vor zehn Jahren wurde sein Wort jedoch überstimmt. Sie wurden Berserker, Frontkämpfer, die sich mit Pilzen in Rausch versetzen. „Auch wenn es in Krostitz eher ein anderer Saft ist“, lacht der 34-Jährige. Weil die Veranstaltung immer größer und letztlich zu viel für die kleine Abteilung wurde, stiegen die Delitzscher Schlosswache und Events by Friends als Veranstalter ein.

Seit drei Jahren kommt der Keltische Abend, wie er zunächst hieß, nun als Krostitzer Treiben groß raus: Neben Kiltträgern und ihrem Sport auf dem Rasen, sind auch die anderen Abteilungen des Krostitzer Sportvereins einbezogen, so haben die Akrobatiker, Taekwondo- oder Bodyweight-Sparten ihre festen Auftritte im Programm, das auch mit Ponyreiten oder einem Fußballspiel der Altherren aufwartete. Neu, so Veranstalter Sebastian Krabbes, sei zudem der Rummel gewesen, der dem regen Treiben noch mehr Familien- und Dorffestcharakter gab. Es sei bisher auch der erfolgreichste Freitag gewesen, verriet er. Allein am Abend hätten 400 Leute die Auftritte der DJs verfolgt. Mit einem Durchlass von 2000 Leuten rechnete er insgesamt.

Von Manuel Niemann

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