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In der Serbitzer Ringstraße fließt der Strom aus der Erde

In der Serbitzer Ringstraße fließt der Strom aus der Erde

Der Energieversorger Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH baut möglichen Versorgungsproblemen vor. "Hier im Ort hatte wir noch nie welche", hieß es aus dem Unternehmen.

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In der Ringstraße in Serbitz werden neue Hausanschlüsse gelegt und zwei Straßenlampen angeschlossen.

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Serbitz. In der Ringstraße in Serbitz werden auf einer Länge von 340 Metern in den nächsten Tagen die Freileitungen verschwinden, mit ihnen auch die Betonmasten. Noch führen die Leitungen den Strom meist über die Giebel in die Gebäude an der Ringstraße. Indes wird daran gearbeitet, die Stromkabel in die Erde unter die Straßendecke zu verlegen. Zum Großteil sind die Kabel bereits verlegt, mit ihnen auch Leerrohre. "Das erfolgte nach Absprache mit der Gemeinde Wiedemar", hieß es. Ohnehin sei man stets im engen Kontakt mit den örtlichen Verwaltungen. Im Fall von Wiedemar sei man übereingekommen, über die Leerrohre die künftige Stromversorgung für die Straßenbeleuchtung zu sichern. Es handelt sich genau um zwei Straßenlampen, die auf Grund der Umbauten erneuert werden müssen. Bislang waren sie an den Betonmasten befestigt. Sie werden von der Gemeinde ersetzt. Allerdings werden sie nicht mehr aus der bisherigen Höhe auf die Straße strahlen. Anwohner befürchten deshalb, dass die Straße künftig nicht mehr in dem gewünschten Rahmen ausgeleuchtet wird.

Wie vom Unternehmen zu erfahren war, werden im Zuge der Erneuerung auch die Hausanschlüsse erneut. Insgesamt handelt es sich um sieben neue Anschlüsse, die Stromverteiler seien nun in den Kellern der Häuser untergebracht. Aus Sicht des Energieversorgers handelt es sich um nur eine "kleine Baumaßnahme". Die Investition wird damit begründet, dass bei der Inspektion der Stromanlagen in dem 138-Seelen-Ort Serbitz Mängel entdeckt wurden, die eine Erneuerung dringend erforderlich machen. "Die Freileitung zum Beispiel ist noch aus dem Jahr 1970, ebenso alt sind die Masten." Bei der Kontrolle habe man Risse im Beton entdeckt, auch Isolatoren wären zum Teil nicht mehr in einem guten Zustand gewesen. "Mit der Stromversorgung über Erdkabel ist eine deutlich größere Stabilität gewährleistet, die Störungsanfälligkeit geht gegen Null", hieß es. Zudem könnten mehr Stromverbraucher von den Kunden angeschlossen werden. Das Netz gäbe es dann her.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 31.07.2015
Ditmar Wohlgemuth

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