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Infernalische Stimmung beim With Full Force Festival in Roitzschjora

Infernalische Stimmung beim With Full Force Festival in Roitzschjora

With Full Force lebt und der Acker bebt. Infernalische Stimmung und eine feurige Show der dänischen Metalgrößen von Volbeat am ersten Abend ließen die Luft über Roitzschjora zu einem, gefühlsmäßig, brennenden Höllenofen mutieren.

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Impressionen vom With Full Force Festival in Roitzschjora.

Quelle: Alexander Prautzsch

Roitzschjora/Löbnitz. Rund 28 000 durstige Freunde der härteren Gangart pilgerten zur 21. Auflage des With Full Force auf ihren heiligen Acker bei Löbnitz. Bis auf ein paar Tropfen Regen brachten Temperaturen von mehr als 30 Grad über drei Tage hinweg gelegentlich selbst den härtesten Metaller zu Fall oder ließen die Haut unter der Sonne verbrennen.

Somit mussten die insgesamt 130 teilweise Ehrenamtlichen des DRK tagsüber vor allem Besuchern mit Kreislaufproblemen unter die Arme greifen, 800 Besucher des With Full Force insgesamt sollen angesichts der Hitzeschlacht aus den Latschen gekippt oder sonst in Mitleidenschaft gezogen worden sein, hieß es dann gestern nach einer ersten kurzen Bilanz.

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Roitzschjora/Löbnitz. With Full Force lebt und der Acker bebt. Infernalische Stimmung und eine feurige Show der dänischen Metalgrößen von Volbeat am ersten Abend ließen die Luft über Roitzschjora zu einem, gefühlsmäßig, brennenden Höllenofen mutieren.

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Mit etwas Luxus ließ sich die Hitze etwas angenehmer gestalten. So spickten auch Ausnahmecamper wie Lars Rappe aus Hannover mit seinem mobilem Motorhome den Zeltplatz. Mit einem klimatisierten rund 12,5 Tonnen schweren Wohnmobil angereist, ließ es sich für ihn so doch selbst in der Mittagssonne noch angenehm verweilen. Ein großer Vorteil gegenüber den traditionellen Campingplatzbewohnern, die sich lediglich in einem kleinen Bassin und darin eingetauchten Füßen etwas Abkühlung verschaffen konnten oder das kleine Wasserbecken gleich nutzten, um ihre Getränke unter der prasselnden Sonne kalt zu stellen.

Pünktlich zum Viertelfinalspiel der deutschen Elf gab es am Freitag für die gespannt vor der Großleinwand hockende Menge mal Abwechslung zur harten Musik. Mittendrin war dabei auch einer der wohl ältesten Festivalbesucher: Klaus Lehmann aus Berlin. Mit 75 Jahren pilgerte er bereits zum neunten Mal auf den Acker und blickte dabei inmitten vieler Jüngerer auch auf das Jahr 2012 zurück, bei dem er sich 30 Minuten vor dem Blitzeinschlag an der späteren Einschlagstelle mit seinen Freunden noch ein Bier gönnte. Bei dem Gewitter wurden damals Dutzende verletzt. Gefahren wie dieser vorgebeugt wurde auch in diesem Jahr mit Potentialausgleichern an allen Türmen, Bühnen und Tribünen.

Während sich überall auf dem Gelände, vor der Bühne und auf den Zeltplätzen die Massen tummelten, blieb es im Dorf hingegen im Gegensatz zu den vergangenen Jahren recht ruhig, berichten Betreiber der Gästhöfe und der Eisdiele. Was aber wohl auch an dem fehlenden Fußgängerzugang zum Festivalgelände liegt: „Alle, die zu Fuß kamen, mussten zwischen der Autokolonne durch", bedauerte zum Beispiel Stefanie Bartz aus Leipzig. „Das ist natürlich negativ für den Ort", so Bianka Müller vom Landgasthof Goldener Stern. Nur der örtliche Konsum wusste sich dagegen mit einem Shuttleservice durchzusetzen, verzeichnete einen Rückgang beim Verkauf alkoholischer Getränke und eine deutliche Tendenz zu veganer und zuckerarmer Kost.

Und viele Löbnitzer lassen es sich nicht nehmen selbst den Gang auf den Acker zu wagen, winken neben dem kurzen Weg immerhin auch oft Freikarten für die Ortsansässigen. „Zweimal habe ich mir selbst eine Karte gekauft", erzählt der 24-jährige Löbnitzer Matthias Timm, der in diesem Jahr schon sein zehntes With Full Force erlebte.

Alexander Prautzsch

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