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Delitzsch Inge Albrecht schreibt Badrinaer Geschichte
Region Delitzsch Inge Albrecht schreibt Badrinaer Geschichte
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00:21 02.10.2017
Inge Albrecht zeigt ihr Werk. Quelle: Manuel Niemann
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Badrina

Inge Albrecht steht nicht gerne im Mittelpunkt. Ihr geht es um die Sache. Und mit der ist die kleine Frau aus dem Schönwölkauer Ortsteil Badrina ziemlich erfolgreich – die 200 Seiten umfassende Chronik, die sie erst im Mai auf den Markt brachte, ist ausverkauft.

Chronik schnell vergriffen

„Die ersten 70 Stück waren schnell verkauft, jetzt geht es an die Nachbestellungen“, so der Schönwölkauer Bürgermeister Volker Tiefensee (CDU). Der Badrinaer selbst hatte rein als Privatmann den Druck mitfinanziert. Die Chronik beginnt weit vor der ersten urkundlichen Namenserwähnung Badrinas als „Boderin“ 1349 und führt den Leser bis in die Nachkriegszeit. Chronikfans nicht nur aus Badrina, sondern vielen umliegenden Dörfern und Gemeinden haben zugeschlagen und sich ihr Exemplar gesichert. All das kann Inge Albrecht mit ihren wiederum fein säuberlich geführten Akten belegen. Genau wie ihre vielen Reisen durch Museen, Archive, Bibliotheken und zu Fundstellen. 1993 begann ihre Geschichtsaufarbeitung. Tage und Wochen hat sie an ihrem kleinen Schreibtisch zugebracht, am Laptop Seite um Seite getippt, so am Ende bergeweise Papier bewegt. „Ich habe alles selber gemacht“, berichtet die 80-Jährige. Vom Scan der Fotos bis zum Layout ihres Buches hat sie alles in ihren Händen behalten, auch typisch für sie. Sie hat mit USB-Sticks Daten von einem Rechner zum anderen transportiert und spricht darüber als sei das selbstverständlich für 80-Jährige.

Teil II

Nun soll die Arbeit am zweiten Teil der Chronik beginnen und darin die Zeit nach dem Kriegsende bis heute beleuchtet werden. Der Text im Groben stehe schon, viel zu tun ist dennoch. Der Winter komme einem Chronisten entgegen, meint Inge Albrecht, da falle draußen weniger Arbeit an und bleibe mehr Zeit für die Archivstudien. Sie wolle mit ihrem Werk zum Nachdenken anregen, sagt Inge Albrecht. Und eines weiß sie: „Eine Chronik wird eigentlich nie fertig!“

Von Christine Jacob

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