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Delitzsch Inklusionsassistentin Kristin Meyer unterstützt Zschortauer Grundschüler beim Lernen
Region Delitzsch Inklusionsassistentin Kristin Meyer unterstützt Zschortauer Grundschüler beim Lernen
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00:20 24.08.2017
Kristin Meyer (35) verstärkt das Zschortauer Grundschulkollegium seit Mitte August. Quelle: Manuel Niemann
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Zschortau

Das Schuljahr hat gerade erst begonnen, da wartet auf die Kinder an der Grundschule Zschortau schon ein neues Gesicht: Kristin Meyers. Seit Dienstag unterstützt die 35-Jährige die Lehrer an der Grundschule Zschortau. „Ich bin gut angekommen, hatte einen Bombenstart und hoffe, dass es so auch weitergeht“, so die gebürtige Wolfenerin, die jetzt in Leipzig lebt. Als Inklusionsassistentin übernimmt sie Aufgaben, die für die Lehrer im regulären Unterrichtsgeschehen kaum zu stemmen wären. Dieser Job war eigentlich nicht der, für den sie sich bei der Volkssolidarität Nordsachsen beworben hatte. Die sahen in der studierten Sozialarbeiterin mit zusätzlicher Lerntherapieausbildung die geeignete Kandidatin für die neue Stelle, die es so noch nicht gab. Ermöglicht wurde sie, da sowohl das Kinderheim als auch die Therapieeinrichtung, die die Volkssolidarität in Biesen betreibt, zum Einzugsgebiet der Grundschule gehören. Es komme vor, das mitten im Schuljahr Kinder von dort neu in den Unterricht kommen.

Inneres Chaos wird nach außen getragen

Die sind zwar nicht immer auffällig, aber es gebe eben einige, die neben dem Ranzen auch andere Sachen zu schultern hätten, so Katrin Kirchner, die Leiterin der Grundschule. „Das innere Chaos, das sie haben, tragen sie oft nach außen.“ Fehlende Materialen, das Austesten von Grenzen, Fäuste statt Worte – Lehrer können da eingreifen, aber für die Ursachen bleibt wenig Zeit. Bislang gab es zwar sogenannte Integrationsstunden, doch dafür stehen lediglich eineinhalb Stunden pro Woche zur Verfügung. Das hilft, damit die Kinder im Unterricht mitkommen, lässt andere Problemfelder aber unbearbeitet.

Freiwilliges Angebot in Absprache mit den Eltern

Hier soll die Inklusionsassistentin eingreifen. Sie ist tagtäglich vor Ort, auch vor und nach dem Unterricht oder in den Hofpausen. Im Idealfall kommen die Kinder irgendwann von allein zu ihr. Deshalb geht sie in den ersten Wochen mit in die Klassen und beobachtet die Kinder. Sie erkundet, welchen Bedarf es gibt. Ziel ist es, sich in zwei Wochen zusammensetzen und ihre Beobachtungen mit denen der Lehrer abzugleichen, so Kirchner. Erst dann werde die Schule auf die Eltern zugehen. „Ohne die Zustimmung der Eltern wird kein Kind unterstützt.“ Bei dem Modellprojekt handelt es sich um ein freiwilliges Zusatzangebot. Es ist auf fünf Jahre angelegt und wird vom Europäischen Sozialfond (ESF) finanziert und überwacht.

Von Manuel Niemann

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