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Delitzsch Jagdverband Delitzsch ruft Jäger auf, Mitglied zu werden
Region Delitzsch Jagdverband Delitzsch ruft Jäger auf, Mitglied zu werden
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09:49 22.03.2016
Der Jagdverband Delitzsch tagte im Leinekrug Badrina. Quelle: Andreas Brückner
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Badrina

Während Sachsens Jäger seit Jahren mit massivem Mitgliederschwund zu kämpfen haben, kann Angelika Freifrau von Fritsch auf stabile Zahlen verweisen. Die 62-Jährige leitet den Jagdverband Delitzsch (JV) und laut Aussage der Vorsitzenden zur Mitgliederversammlung im Leinekrug in Badrina weist die Statistik derzeit 222 Frauen und Männer in den Verbandsreihen auf. Doch die Rackwitzerin weiß, es könnten mehr sein.

Auch landesweit, wo es dem Landesjagdverband auch mit dem derzeitigen Präsidium nicht gelungen sei, den Rückgang aufzuhalten. Es würden Leute gebraucht, darunter jene, die Verantwortung übernehmen: „Lassen Sie uns nicht in eine Situation kommen, wo uns der Nachwuchs für den Vorstand fehlt“, mahnte Freifrau von Fritsch. Die gleichbleibenden Zahlen im JV Delitzsch könnten nicht zufriedenstellen: „Bei unserem hohen Altersdurchschnitt müssen wir uns allzuoft von Mitgliedern aus Gesundheits- oder Altersgründen verabschieden.“

Der Mitgliederschwund im Landesverband lässt sich bisher nicht aufhalten. Quelle: Daniel Kaiser

In Nordsachsen sind von etwa 1000 Jägern lediglich 464 in den JV Torgau, Oschatz und Delitzsch verbandelt. Peter Vogt vom Präsidium des Landesjagdverbandes machte die Rechnung sachsenweit auf. „Nur 47 Prozent der Jäger sind organisiert, das ist nicht zu akzeptieren.“ Je mehr Mitglieder an der Basis, desto stärker sei der Gesamtverband. Gründe für den notwendigen Zusammenhalt gibt es einige. Das Zusammenwirken Forst und Jägerschaft ist nicht frei von Problemen, wie Rainer Krause vom Jagdverband Oschatz auf aktuelle Probleme in der Dahlener Heide hinwies.

„Wir wollen und müssen aber weiter zusammenarbeiten, um der Jagd weiter die gesellschaftliche Anerkennung zu sichern“, betonte Jan Glock, Leiter des Forstbezirkes Taura. Mitwirkung ist auch beim Bundesjagdgesetz gefragt, das derzeit in der Diskussion ist. Dabei gehe es wieder einmal um die Frage bleifreie Munition, einheitliche Vorgaben zum Schießübungsnachweis und zu Jägerprüfungen.

Kai Emanuel, in seiner Funktion als Landrat erstmals bei den Jägern, benannte mit ausbleibenden Aufwandsentschädigungen für Proben-Abgaben ein weiteres Problem. Es sei dennoch wichtig, dass Jäger bei Seuchen-Verdacht tote Tiere dem Veterinäramt melden, um die Ausbreitungsgefahr einzudämmen. Mit Volker Tiefensee war der CDU-Landtagsabgeordnete der richtige Mann vor Ort: „Das Problem nehme ich mit. Ich halte das Monitoring für sehr wichtig.“

Tiefensee verwies zudem auf aktuelle Diskussionen um das noch relativ neue sächsische Jagdgesetz: „Ich sehe mit Sorge, dass es angeblich verfassungswidrig sein soll, weil es Tiere enthält, die nicht bejagbar sind. Wir wollen das dennoch nicht ändern, außer die EU zwingt uns dazu.“

Von Kathrin Kabelitz

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