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Delitzsch Julia Alexeeva-Steiniger wird Geschäftsführerin des Abwasserzweckverbands Oberer Lober
Region Delitzsch Julia Alexeeva-Steiniger wird Geschäftsführerin des Abwasserzweckverbands Oberer Lober
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09:23 13.07.2017
Julia Alexeeva-Steiniger Quelle: Manuel Niemann
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Rackwitz

Den Kläranlagenduft wird Wolfgang Rühl wohl kaum vermissen, auch wenn Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos) bei seiner Verabschiedung vor dem Rat der Gemeinde kürzlich scherzte, er könne jederzeit für eine Prise wieder vorbeischauen.

Abwasserzweckverband in guter technischer und wirtschaftlicher Situation

Er würdigte den 65-Jährigen als „streitbaren Kollegen“, dem es zu verdanken sei, dass der Abwasserzweckverband „Oberer Lober“ (AZV) in einer guten technischen und wirtschaftlichen Lage sei. Rühl war seit 1996 im Verband, er leitete ihn zunächst kommissarisch und übernahm später den Vorsitz. Auch bei manch harten Worten, sei am nächsten Tag immer wieder miteinander gesprochen, um letztlich zu einer Lösung zu finden, so Schwalbe. Rühl selbst bedankte sich bei der Gelegenheit bei allen, die im Verband aktiv mitgewirkt haben. „Ich hoffe, dass die Probleme, die noch offen sind, sich klären“, sagte er mit Hinblick, dass er derzeit die Geschäftsführung an seine Nachfolgerin übergibt. Die Zeit der großen Auseinandersetzungen sei aber ohnehin vorbei.

Nachfolgerin stellte sich vor

Neue Geschäftsführerin wird Julia Alexeeva-Steiniger. Auch sie arbeite akribisch, lasse sich nichts verbieten, im Sinne der Sache, so Schwalbe. Die 42-Jährige stellte sich vor. Der Abwasserzweckverband hatte die Stelle öffentlich ausgeschrieben. 13 Bewerbungen gingen ein. Von fünf Kandidaten, die eingeladen wurden, setzte sich die gebürtige Russin durch. Alexeeva-Steiniger führte das Studium nach Deutschland, wo sie seit zwei Jahren lebt. Sie studierte Wirtschaftswissenschaften an der TU Dresden und unterrichtete danach in Weimar. Sie trägt einen Doktortitel, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Vor dem Abwasserzweckverband arbeitete sie für eine Betreibergesellschaft. Die habe sie verlassen, weil sie nach etwas suchte, das sie „ganz erfüllt“. Die Stellenausschreibung schien dem zu entsprechen. „Ich freue mich, dass ich erwählt wurde“, sagte sie. Trotz der auf ihr nun lastenden Verantwortung schätze sie die familiäre Atmosphäre bei nur fünf Mitarbeitern. Die Zusammenarbeit gestalte sich bisher gut. Wolfgang Rühl, der sie derzeit einarbeitet, sei ein guter Helfer.

Von Manuel Niemann

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