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Jung-Konstrukteure aus der Delitzscher Region entwickeln Strichcode-Anlage

Jung-Konstrukteure aus der Delitzscher Region entwickeln Strichcode-Anlage

Das Team des technisch-ökologischen Projektzentrums Rabutz bei Delitzsch hat den 2. Mitteldeutschen Konstruktionswettbewerb gewonnen. Ausgetragen wurde er im Salinemuseum Halle.

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Jugendliche vom Projektzentrum Rabutz freuen sich über den ersten Platz beim Mitteldeutschen Konstruktionswettbewerb in Halle.

Quelle: Privat

Wiedemar. Den Gewinnern winkt nun die Teilnahme an der Weltausstellung "Jugend Wissenschaft und Technik" in Brüssel vom 19. bis 25. Juli. Dort werden sie auch das Siegerprojekt zahlreichen Gästen in Deutsch und auf Englisch erläutern und präsentieren. In Brüssel werden über 1000 Teilnehmer aus 50 Länder erwartet.

Elk Messerschmidt, Organisatorischer Leiter des Wettbewerbs und Chef des Rabutzer Projektzentrums, lobte die hervorragenden Bedingungen im Museum, die den drei Mannschaften eine Woche lang für ihre intensive Arbeit zur Verfügung standen. Der Konstruktionswettbewerb orientiert sich grundsätzlich an realen Aufgabenstellungen der Wirtschaft. In diesem Jahr war deshalb eine Anlage zu entwickeln und zu bauen, die den Strichcode von Paketen liest und das Objekt dann zu einem bestimmten Ablageplatz befördert. Als Materialien, die dafür verwendet werden konnten, standen den Schülern der 7. bis 9. Klasse Metallbaukästen sowie eine Computerschnittstelle, ein sogenannter Arduino, zur Verfügung. "Die Logistikmodelle zu entwickeln, war eine echte Herausforderung für alle Teams", stellte Messerschmidt fest. Dabei habe sich sein Team vom Rennstall Rabutz mächtig ins Zeug gelegt. Gern wären die Rabutzer mit einer zweiten Mannschaft an den Start gegangen, doch die in dem Zeitraum angesetzten Wissenstests in den Schulen verhinderten eine Teilnahme. Messerschmidt hat zu dieser Form der Leistungsüberprüfung ohnehin eine eigene Auffassung. "Sie bringen uns pädagogisch überhaupt nicht weiter", sagt er. Projektorientierter, fächerübergreifender Unterricht sei aus seiner Sicht deutlich besser geeignet, um den Anforderungen der Wirtschaft gerecht zu werden. Deshalb will er ab September jenen Lehrern, die Interesse am Projektunterricht haben, Weiterbildungen anbieten. Die Voraussetzungen in Rabutz seien dafür ideal. Zur Verfügung stehen dann auch jene Baukästen, die in Zusammenarbeit mit dem Rabutzer Zentrum von der Firma Eitech entwickelt wurden und die Basis für die Konstruktionswettbewerbe bilden.

Der nächste Mitteldeutsche Wettbewerb 2016 findet dann in Rabutz statt. Das Projektzentrum gibt es dann seit 20 Jahren. Messerschmidt hofft, dass sich deutlich mehr Teams aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beteiligen. "es sollte mindestens eine Mannschaft sein". Das grobe Thema steht schon fest. "Ein Werkstück bringt jene Informationen mit, mit denen es auf einer speziellen Werkzeugstraße bearbeitet werden soll." Das seien die Herausforderungen von Industrie 4.0. Elk Messerschmidt erklärt: "Wenn Bauteile eigenständig mit der Produktionsanlage kommunizieren und bei Bedarf selbst eine Reparatur veranlassen, wenn Menschen, Maschinen und industrielle Prozesse intelligent vernetzen, sprechen wir von Industrie 4.0." Nicht nur für Messerschmidt ist das eine digitale Revolution.

"Wenn es uns nicht gelingt, mehr Jugendliche für technische Berufe zu interessieren, gehen uns Arbeitsplätze in der Wirtschaft verloren und damit auch Marktchancen für unsere Unternehmen", erklärte kürzlich Uwe Beckmeyer, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft. Es sei deshalb zwingend notwendig, Themen so praxisnah wie möglich zu vermitteln und damit das Interesse dafür zu wecken. Die Wirtschaft habe deshalb dafür jährlich 500 000 Praktikumsplätze zugesagt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.05.2015
Ditmar Wohlgemuth

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