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Delitzsch Jungbulle Uncas aus Pohritzsch holt in Meißen den Sieg in der Rasse Limousin
Region Delitzsch Jungbulle Uncas aus Pohritzsch holt in Meißen den Sieg in der Rasse Limousin
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07:00 23.02.2017
Lehrling Niclas Kleiber hat Uncas auf dem Hof in Pohritzsch auf die Auktion vorbereitet. Quelle: privat
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Pohritzsch/Meissen

Der Jungbulle Uncas des Pohritzscher Rinderzuchtbetriebes von Heiko Fischer ist bei der 26. Sächsischen Bullenaktion in Meißen als Sieger in der Rasse Limousin hervorgegangen. Der Pohritzscher Züchter nimmt regelmäßig an diesem Wettbewerb teil. Mit Uncas schickte er diesmal einen 16 Monate alten Jungbullen mit 808 Kilogramm Gewicht ins Rennen, der seit seiner Geburt täglich im Durchschnitt 1406 Gramm Gewicht zugelegt hat.

Insgesamt 46 Bullen der Rassen Angus, Blonde d` Aquitaine, Charolais, Fleckvieh Fleisch und Limousin sind in Meißen zur Auktion aufgetrieben worden. Im Wettbewerb werden zunächst die Gruppensieger in der Altersklasse gesucht. Diese kommen dann in den Ausscheid der jeweiligen Rasse. Dabei erzielte Uncas in den Wertungskategorien Rassetyp, Bemuskelung und Skelett jeweils die Note 8. Die Höchstnote 9 wurde bei den Limousinrindern diesmal nicht vergeben.

Mitglied der Körkommission

Aus den Rassesiegern wählt die Körkommission letztlich noch rasseübergreifend den Grand Champion. „Diesen Titel verfehlte Uncas nur äußerst knapp“, berichtet Heiko Fischer, der seit 2016 selbst Mitglied in der Körkommission ist, sein eigenes Tier aber nicht bewerten darf. Vergeben werde der Titel an das Tier, das dem Zuchtziel am meisten entspreche, so Fischer.

Im Wettbewerb vorgeführt wurde Uncas von Nicolas Kleiber, der bei Heiko Fischer im ersten Lehrjahr seine Ausbildung absolviert. „Er hat den Bullen für die Auktion vorbereitet, ihn auf unserem Hof führig gemacht“, erzählt der Rinderzüchter. Uncas wechselte nach dem Wettbewerb bei der Auktion für rund 3000 Euro dann seinen Besitzer. Ein Käufer aus dem Baltikum ersteigerte den Jungbullen.

Azubi Niclas Kleiber engagiert sich auch im Sächsischen Jungzüchterklub und bereitet sich derzeit auf den Bundesjungzüchterwettbewerb, der im Mai in Leipzig ausgetragen wird, vor. Die Fischers werden in der Messestadt mit zwei Jungbullen und einer Kuh mit Kalb teilnehmen, denn zeitgleich findet im Rahmen der Agra auch der Mitteldeutsche Fleischrindwettbewerb statt.

Selbstvermarktung auf dem heimischen Hof

Seit 1994 züchtet Heiko Fischer die Rasse Limousin. Und seit 1997 vermarktet er, seine Tiere, die nicht in die Zucht passen selbst. „Für die Feinschmecker unter den Fleischliebhabern bieten wir jetzt auch Dry Aging an. Hierbei werden besondere Fleischteile aus dem Rücken nach dem 14-tägigen Abhängen noch sechs Wochen in einem Spezialkühlschrank bei konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie klar definierter Luftaustauschrate reifen gelassen“, erklärt Fischer.

Von Thomas Steingen

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